Sömmerda will mit seinen Parks und Anlagen punkten

Sömmerda.  Der Stadtrat entscheidet in seiner Sitzung am 24. September über eine Bewerbung für die Landesgartenschau 2028.

Der Stadtpark und die anderen Parks von Sömmerda gehören zu dem Potenzial, auf dem die Kreisstadt bei einer Bewerbung für die Landesgartenschau aufbauen kann.

Der Stadtpark und die anderen Parks von Sömmerda gehören zu dem Potenzial, auf dem die Kreisstadt bei einer Bewerbung für die Landesgartenschau aufbauen kann.

Foto: Jens König

Folgt auf den Thüringentag 2019 die Landesgartenschau 2028? Die Kreisstadt möchte sich – zumindest wenn es nach Bürgermeister Ralf Hauboldt (Linke) und anderen Befürwortern geht – um die Ausrichtung der 6. Thüringer Landesgartenschau 2028 bewerben. Das Stadtoberhaupt hat für die Stadtratssitzung am 24. September einen Antrag dazu vorbereitet.

„Ich begreife das als Chance für Sömmerda“, sagte Ralf Hauboldt im Gespräch mit der Thüringer Allgemeine. Richte man eine Landesgartenschau aus, bestehe die Möglichkeit, verschiedene Anlagen in der Stadt aufzuwerten. Das sei eine äußerst nachhaltige Angelegenheit. Und Potenzial gebe es in Sömmerda reichlich. Man könne die Parkanlagen, das Industriegelände, die Sporteinrichtungen einbinden. Möglicherweise auch den Kanukanal, nennt der Bürgermeister erste Gedanken.

In einigen Gesprächen habe man das Anliegen bereits thematisiert und im Zweckverband „Thüringer Becken“ ausgelotet, was möglich wäre. Denn über den Zweckverband soll die Bewerbung laufen. Dann könnte das Kerngebiet der Veranstaltung in der Stadt Sömmerda liegen, in anderen Städten der Allianz aber eventuell auch Außenstandorte. Das sei zwar für eine Landesgartenschau nicht unbedingt üblich, aber bei Bundesgartenschauen in der Vergangenheit schon praktiziert. Buttstädt zum Beispiel, auch Mitglied der Allianz, ist Außenstandort für die Buga 2021. Und natürlich wolle man die Sömmerdaer Ortsteile mit ins Boot holen.

Zu den Bewerbungsmodalitäten habe es mit den zuständigen Sachbearbeiterinnen im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft bereits ein Vorgespräch gegeben.

Nun sei es wichtig, den Sömmerdaer Stadtrat von dem Projekt zu überzeugen. Der Stadtrat der Stadt Sömmerda möge der Bewerbung um die Ausrichtung der 6. Thüringer Landesgartenschau 2028 über den Zweckverband Allianz „Thüringer Becken“ zustimmen, hofft Hauboldt. Der Bürgermeister müsste dann beauftragt werden, in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband die erforderlichen Bewerbungsunterlagen bis zum 31.12.2020 einzureichen.

In dieser ersten Phase der Bewerbung fallen keine Kosten an, betont der Bürgermeister. Die Bewerbungsunterlagen würden durch die Verwaltung angefertigt. Bei Auswahl für die zweite Bewerbungsphase, in der im kommenden Jahr dann ein Konzept vorzulegen ist, müsste ein weiterer Beschluss durch den Stadtrat gefasst werden.

In der für seinen Beschlussvorschlag erarbeiteten Begründung wirbt Hauboldt, dass Landesgartenschauen ein Instrument der Stadtentwicklung seien, das der Förderung eines hochwertigen Wohnumfeldes ebenso diene wie dem Landschafts-, Natur- und Umweltschutz. „Das umfassende ökologische und lebensbejahende Interesse der Allgemeinheit soll geweckt bzw. weiterentwickelt werden“, heißt es. Gleichzeitig sei es eine Leistungsschau der Gärtner, Floristen und Landschaftsbauer.

Im Rahmen der Landesgartenschau würden Investitionen in der Stadt an bestehenden Anlagen vorgenommen, aber auch neue landschaftsgärtnerische Aspekte aufgegriffen. Die Bewerbung solle über den Zweckverband Allianz „Thüringer Becken“ erfolgen, um sich mit einem innovativen, auf interkommunaler Zusammenarbeit basierenden Konzept herauszustellen und dabei auf bestehende gute Netzwerkstrukturen und Ressourcen zurückgreifen zu können.

Im weiteren Verfahren und der Planung würden dann auch verschiedene Personengruppen aus der Bürgerschaft einbezogen. Ein entsprechender Beschluss der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Allianz„Thüringer Becken“ sei in Planung.

Vom Freundeskreis Sömmerda habe es bereits ein Schreiben an ihn gegeben, in dem auch der Freundeskreis eine Bewerbung für die Landesgartenschau anregt und seine Unterstützung anbietet, so der Bürgermeister.