Stadtverwaltung Weißensee übernimmt den Einkauf

Weißensee.  Weißensees Bürgermeister Matthias Schrot und sein Team bieten eine Notversorgung für Ältere, Kranke oder Menschen in Quarantäne an.

Das Rathaus Weißensee ist derzeit für den Besucherverkehr gesperrt, die Mitarbeiter der Verwaltung bieten aber Hilfe und einen Einkaufs- und Besorgungsservice an.

Das Rathaus Weißensee ist derzeit für den Besucherverkehr gesperrt, die Mitarbeiter der Verwaltung bieten aber Hilfe und einen Einkaufs- und Besorgungsservice an.

Foto: Jens König

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Nach der Gemeinde Straußfurt organisiert nun auch die Stadtverwaltung Weißensee für ältere, aber auch für von Krankheit oder Quarantäne betroffene Bürger eine Notversorgung. Wie Bürgermeister Matthias Schrot (parteilos) informierte, seien die Einwohner über eine Postwurfsendung in jeden Haushalt und Aushänge auch in den Ortsteilen darüber informiert worden.

Die Stadtverwaltung wolle in dieser schwierigen Situation Solidarität zeigen und biete für alle, die auf Grund ihres Alters oder Vorerkrankungen gefährdet und somit in ihrer Versorgung eingeschränkt seien oder sich in Quarantäne befinden, einen Einkaufs- und Besorgungsservice (Lebensmittelmarkt, Apotheke) an. Damit wolle man auch einen Beitrag dazu leisten, dass sich alle an die derzeit notwendigen Verhaltensregeln halten.

„Dafür sind wir da, um zu helfen“, ist Schrot überzeugt. Er war gestern Vormittag selbst für die ersten, die das Angebot nutzten, einkaufen und werde das auch weiterhin vormittags persönlich mit tun. Nachmittags übernehmen Mitarbeiter der Verwaltung die Aufgabe.

Man wolle den Einwohnern und ihren Angehörigen mit diesem Angebot auch ein Stück Sicherheit geben, dass jemand da ist, der hilft. „Alle sollen wissen: Aha, hierhin können wir uns mit unseren Sorgen und Problemen wenden“, betont der Bürgermeister. Auch bei wichtigen Amtswegen könnten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung behilflich sein. Sie hätten in der jetzigen Situation ja etwas mehr Zeit als sonst.

Das Rathaus selbst ist auf Grund der aktuellen Lage für den Publikumsverkehr gesperrt. Die Arbeitszeit der Verwaltungsmitarbeiter wird flexibler gestaltet, so dass die Abstandsregeln eingehalten und die Büros immer nur mit ein oder höchstens zwei Beschäftigten besetzt sind. Bisher habe es zwar einige normale Krankheitsfälle gegeben, aber im Großen und Ganzen seien alle an Bord, ist Matthias Schrot froh.

Die Einwohner der Stadt und deren Ortsteile hätten sich bisher diszipliniert und einsichtig in die Notwendigkeiten gezeigt, unterstreicht der Bürgermeister. Das Ordnungsamt sei ständig unterwegs und kontrolliere zum Beispiel die gesperrten Spielplätze oder auch Supermärkte.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren