Straßen im Landkreis Sömmerda erneuert und Radweg gebaut

Landkreis.  Der Landkreis Sömmerda investiert erhebliche Mittel in die Infrastruktur. Im vergangenen Jahr wurden einige Projekte abgeschlossen.

Am 19. Juli 2019 wurde in Witterda die Straßenfreigabe gefeiert.

Am 19. Juli 2019 wurde in Witterda die Straßenfreigabe gefeiert.

Foto: Hartmut Schwarz

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An Brücken, Kreisstraßen und sonstigen Wegen im Landkreis Sömmerda wurden im vergangenen Jahr eine ganze Reihe Investitionen getätigt. Silke Rudloff, Sachgebietsleiterin Tiefbau im Straßenverkehrsamt des Landratsamts, fasste für den Kreistag die Projekte zusammen.

Abgeschlossen werden konnte 2019 der Ersatzneubau der Brücke über die Seelache im Weißenseer Ortsteil Waltersdorf. Im September 2016 hatte die Planungs- und Bauzeit begonnen, die Kosten lagen bei etwa 520.000 Euro. Dazu kamen 100.000 Euro Baunebenkosten. Für das Vorhaben wurden Fördermittel in Höhe von 413.800 Euro bewilligt.

Die alte Brücke hatte sich gegen den Abriss „gewehrt“, weshalb sich der Abbruch nicht einfach gestaltete. Mit so viel Stahl im Überbau hatte vor Beginn der Arbeiten niemand gerechnet. Abschnittsweise wurden anschließend die Baugruben ausgehoben, Widerlager und Flügel betoniert und schließlich der Überbau fertiggestellt. Am 5. Dezember erfolgte die Bauabnahme.

Ortsdurchfahrt Witterda erneuert

Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Witterda war ein weiteres großes Tiefbauprojekt im Landkreis. Die Planungs- und Bauzeit für den zweiten und dritten Bauabschnitt dauerte von September 2015 bis Juli 2019. 674.900 Euro plus 80.000 Euro Baunebenkosten wurden ausgegeben, 572.200 Euro Fördermittel flossen.

Vor dem Straßenbau wurde der Tiefbauraum neu geordnet. Am 19. Juli vergangenen Jahres konnte die Übergabe gefeiert werden.

Zwischen Riethnordhausen und Walschleben wurde ein weiterer Abschnitt der Kreisstraße K16 erneuert und ein straßenbegleitender Radweg gebaut. Die Planungen dafür hatten bereits im Februar 2012 begonnen. Der Kostenvoranschlag hatte rund zwei Millionen Euro betragen, die Schlussrechnung steht allerdings noch aus. Für das Projekt wurden etwa 1,9 Millionen Euro Fördermittel gewährt.

Notwendig war die Erneuerung, weil sich in Rand- und Seitenbereichen Setzungen und großflächige Netzrisse gebildet hatten. Zudem war ein Durchlass eingebrochen.

Gemeinschaftsprojekt in Günstedt

Gemeinsam mit der Gemeinde Günstedt und dem Abwasserzweckverband „Finne“ wurde die Erneuerung der Kreisstraße K1 in Günstedt vollzogen. Dort gab es keine oder eine nur unzureichende Straßenentwässerung. Randbereiche waren bereits eingebrochen, Gehwege fehlten, Bordanlagen waren zerstört und der gesamte Straßenkörper von Brüchen und Netzrissen durchzogen. Die Bushaltestelle war zudem unzureichend ausgebaut.

Die Beseitigung dieses Zustandes dauerte von Juli 2015 bis Juli 2019 und kostete 950.000 Euro plus 90.000 Euro Baunebenkosten. Eine Förderung in Höhe von 615.700 Euro trug zur Finanzierung bei.

Radwanderweg in die Steinzeit

Viel Zeit verging auch, bis der Radwanderweg „Weg in die Steinzeit“ Realität werden konnte. Die erste Planung begann schon im Sommer 2011. In mehreren Etappen gingen die Arbeiten voran, beginnend am „Forellenhof“ entlang einem Wipperaltarm über eine Strecke an der Wipper, wo es Gestaltungs- und Sicherungsarbeiten gab und Asphalt eingebaut wurde, bis zu landwirtschaftlichem Wegebau auf dem dritten Abschnitt und dem vierten Abschnitt am Waldsaum bis zur Kreisgrenze zum Kyffhäuserkreis.

Entlang des Weges im Abschnitt drei kommen in den nächsten Wochen noch Bäume und Sträucher in die Erde.

Die Kostenfeststellung für den „Weg in die Steinzeit“ lag letztlich bei 705.000 Euro plus 100.000 Baunebenkosten.

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