Straußfurt: Futter für Amseln, Finken und Kohlmeisen

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Straußfurt.  Erlebnispädagoge Uwe Gaspar bringt Schülern der Regelschule die Natur näher.

Schüler der Straußfurter Regelschule hängen auf dem Schulhof für einheimische Vögel einen Futterkranz auf. Sie wollen Amseln, Finken und Kohlmeisen beobachten. Vorn steht Eric.

Schüler der Straußfurter Regelschule hängen auf dem Schulhof für einheimische Vögel einen Futterkranz auf. Sie wollen Amseln, Finken und Kohlmeisen beobachten. Vorn steht Eric.

Foto: Jens König

Nach Mathe und Deutsch ist für Alicia List und Isabel Wenning der Unterricht bei Uwe Gaspar eine willkommene Abwechslung. Seit Schuljahresbeginn ist der Erlebnispädagoge, der vielen durch den Umwelt- und Erlebnishof „Nanu Kanu“ in Henschleben bekannt ist, als Schulbegleiter in der Regelschule in Straußfurt tätig. Ein Auge hat er dabei auf alle Schüler.

Er versucht, ihnen die Natur etwas näher zu bringen und ihr Umweltbewusstsein zu wecken. Mit den Mädchen und Jungen, die derzeit die Notbetreuung der Regelschule in Anspruch nehmen, kümmerte sich Uwe Gaspar in den letzten Tagen um die einheimischen Vögel. Die Schüler lernten nicht nur, dass Finken, Spechte, Amseln und Kohlmeisen den Winter in heimischen Gefilden verbringen, sondern, auch was zu ihren Leibspeisen gehört.

Da es für die Vögel nach dem Wintereinbruch mit Frost und Schnee schwierig ist, Nahrung zu finden, halfen die Schüler nach. Gemeinsam fertigten sie einen Futterkranz an, der einen Platz auf dem Schulhof fand. „Gelegenheit soll es für die Schüler geben, die Vögel zu beobachten und ihr Verhalten zu erkunden“, kündigt Gaspar an.

Außerdem wurden an Sträuchern Äpfel, Meisenknödel und Kolbenhirse für die Vögel gehängt. Jamie Wojatzki, Eric Dittmar und Angelie Heinemann hatten ihre Freude daran, den Vögeln etwas Gutes zu tun. Uwe Gaspars Hoffnung ist groß, über derartige Aktionen, das Interesse für die Arbeit der Umwelt-Ranger zu wecken.

Es handelt sich dabei ebenfalls um Schüler der Straußfurter Regelschule, die der Erlebnispädagoge im Rahmen der Schuljugendarbeit betreut. Die Mitglieder kümmern sich zum Beispiel um eine Streuobstwiese in Henschleben, organisieren Müllsammelaktionen und haben ein Auge auf den Fledermauskeller in Stödten. Auch der Bau neuer Nistkästen steht jedes Jahr an. Sobald es Corona zulässt, geht es wieder los, kündigt Uwe Gaspar an.