Streit um Transparent in Sömmerda - Anwaltsbüro eingeschaltet

Sömmerda  Zum Thüringentag war im Bereich Erfurter Straße/Stadtring ein Plakat angebracht, das für einiges Aufsehen sorgte und wohl auch ein Nachspiel haben wird.

Dieses Transparent wurde inzwischen entfernt.

Dieses Transparent wurde inzwischen entfernt.

Foto: Zsolt Farkas

In der jüngsten Sitzung des Sömmerdaer Stadtrates informierte Bürgermeister Ralf Hauboldt (Linke) zu der „sehr unschönen Geschichte“, wie er sagte. Die von dem Verfasser auf dem Plakat erhobene Behauptung, er wolle ihm das Haus rauben, sei falsch und die Stadt nicht zuständig, vielmehr die Untere Bauaufsicht. Die Akte gehe schon ein halbes Jahr, es habe Aufforderungen und Gespräche gegeben und es seien mehrere Maßnahmen festgelegt worden. Bei dem Objekt handele es sich um eines der schäbigsten Gebäude mitten in der Innenstadt, so Hauboldt. Eigentum verpflichte. Mehr wolle er dazu nicht sagen, er habe ein Anwaltsbüro eingeschaltet.

In der Bürgerfragestunde der öffentlichen Sitzung meldete sich der Bürger anschließend und wollte eine Richtigstellung an die Stadträte verteilen, wie er sagte. Als er damit begann, untersagte ihm der Stadtratsvorsitzende Burkhard Zeidler (CDU) dies. Er habe die Möglichkeit Fragen zu stellen, aber „unterlassen Sie das Ausreichen von Schriftstücken, sonst ist in zwei Minuten Schluss für Sie“, ermahnte er den Mann. Gegenüber Thüringer Allgemeine wollte sich dieser auf Nachfrage nicht zum Thema äußern.

Unserem Leser Zsolt Farkas war das Transparent, das inzwischen entfernt wurde, auch aufgefallen. Er schickte ein Foto an die Redaktion und schreibt: „Es kann ja jeder in Sömmerda eine andere Meinung haben. Aber Probleme so auszutragen, halte ich persönlich für sehr grenzwertig. Und das noch zu den Thüringentagen.“

Unsere Zeitung fragte beim Landratsamt zu dem Sachverhalt nach und erhielt die Antwort, dass der Unteren Bauaufsichtsbehörde das Verfahren bekannt sei. „Es wurden entsprechende Schritte eingeleitet, die sich derzeit noch in einer gerichtlichen Auseinandersetzung befinden. Wir bitten Sie deshalb um Verständnis, dass wir zu einem laufenden Verfahren keine weiteren Auskünfte geben“, heißt es.

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