Thomas Muhr zu Weißensees neuem Tapferen berufen

Weißensee.  Weißensee hat einen neuen Tapferen gekürt. Thomas Muhr wurde in den erlauchten Kreis aufgenommen. Den Bieranstich hat er hervorragend gemeistert.

Tag des Tapferen in Weißensee. Thomas Muhr gelingt der Anstich im Beisein von Braumeister Matthias Schrot (r.) mit zwei Schlägen.

Tag des Tapferen in Weißensee. Thomas Muhr gelingt der Anstich im Beisein von Braumeister Matthias Schrot (r.) mit zwei Schlägen.

Foto: Peter Hansen

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Nein, extra geübt hat Thomas Muhr für den Anstich des Bierfasses am Samstag in der Weißenseer Ratsbrauerei nicht. Er hoffte auf das Glück des Anfängers und das war ihm hold. Zwei Schläge brauchte der geschäftsführender Gesellschafter der Mubea-Gruppe, um den Zapfhahn in das hölzerne 50-Liter-Fass zu schlagen.

Mubea ist größter Arbeitgeber und größter Steuerzahler

Eine Bedingung, um in den erlauchten Kreis der Tapferen der Stadt Weißensee aufgenommen zu werden, war damit erfüllt. Weitere erfülle er seit vielen Jahren. Die Kür zum Tapferen sei deshalb längst überfällig, erklärte Bürgermeister Matthias Schrot in seiner Ansprache und verwies darin auf die besondere Bedeutung des Unternehmens für Weißensee. „Die Stadt wäre nicht das, was sie heute ist ohne Mubea.“ Ohne das Engagement der Familie Muhr hätte sich Weißensee nicht in dem Maß entwickeln können. Dabei erinnerte Schrot an das Jahr 1992, als es die Familie nach einem neuen Industriestandort für eine Ansiedlung Ausschau hielt. Heute sei Mubea nicht nur der größte Arbeitgeber der Stadt, sondern auch der größte Steuerzahler. „Mubea ist ein starker Partner, der viel dazu beigetragen hat, dass Weißensee heute so gut aussieht. Dafür möchte ich ihnen meinen aufrichtigen Dank sagen“, so der Bürgermeister und verband damit die Hoffnung, dass die Erfolgsgeschichte auch in schwierigen Zeiten weiter geschrieben werden könne.

Thomas Muhr erinnerte an seinen Vater Karl-Heinz Muhr. Er habe es als „patriotische Pflicht“ angesehen, in Weißensee ein Werk aufzubauen, das sich sehen lassen könne. Die über 1000 Mitarbeiter hätten durch ihre Tapferkeit und ihren Mut dazu beigetragen, dass das Werk heute das ist, was es ist. Klar sei, dass große Veränderungen bevorstünden. Muhr spielte damit auf Rückgang der Verbrennungsmotoren an. Keinen Zweifel ließ er daran, dass auch künftig viel gearbeitet werden muss, um erfolgreich bestehen zu können. Stets großen Wert lege Mubea auf Weltoffenheit. „Davon haben wir, aber auch die Stadt Weißensee immer profitiert. Weltoffenheit ist ein wichtiges Gut, das es zu verteidigen gilt“, erklärte der Unternehmer.

Carius, Henning und Grund gratulieren

Die mit Titel verbundene Urkunde wird einen Ehrenplatz in seinem Weißenseer Büro bekommen. Zu den Gratulanten gehörten weitere Tapfere der Stadt, darunter der ehemalige Landtagspräsident Christian Carius, Manfred Grund, der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Sömmerdas Landrat Harald Henning, der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Wasser und Abwasser mbH Maik Weise und der ehemalige Geschäftsführer des Thepra-Landesverbandes Falko Albrecht. Der Zeremonie wohnten ebenfalls Stammzellenspender Uwe Schlegel und Weißensee Stadtbrandmeister Jörg Egen­olf bei. Letzterer bekam im vergangenen Jahr den Titel verliehen. Auch Bürgermeister aus den Nachbargemeinden stießen mit auf den „Tapferen Thomas von Weißensee“ an.

Die Stadt Weißensee begeht seit 2002 feierlich den Tag des Tapferen in Erinnerung an den Herrscher Herzog Wilhelm III., genannt der Tapfere, der am 9. Januar 1446 den ersten bekannten Thüringer Landtag nach Weißensee einberufen und die erste Thüringer Landesverfassung auf den Weg gebracht hat.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt mit Musik der Ottenhäuser Blasmusikanten. Außerdem trat das Weißenseer Duos „Cave Feles“ auf.

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