Warmer Geldregen für Werningshausen

Werningshausen.  Werningshausen steht ein Geldregen ins Haus. 3,5 Millionen Euro sollen in den Bau eines Multifunktionsgebäudes fließen. 2020 soll es losgehen

Der Bürgermeister Mike Eccarius zeigt die Pläne für das Gemeindehaus in Werningshausen. In einer Einwohnerversammlung stellte er sie jetzt vor.

Der Bürgermeister Mike Eccarius zeigt die Pläne für das Gemeindehaus in Werningshausen. In einer Einwohnerversammlung stellte er sie jetzt vor.

Foto: Jens König

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Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“, ist der Name eines Förderprogrammes, das der Gemeinde Werningshausen einen Geldsegen bescheren wird. Lange Zeit wurde nach einer Lösung für den Kindergarten „Wiesenkobolde“ An der Eselswiese gesucht. Immer wieder, das letzte Mal 2013, hatte Hochwasser für Schäden am Gebäude gesorgt. Im Gespräch für einen neuen Standort war die leer stehende Bäckerei. 2016 hatte das Erstellen eines energetischen Quartierskonzeptes für Werningshausen zum Umdenken geführt.

Die Idee eines Multifunktionsgebäudes, das Kindergarten, Feuerwehr, Jugendklub, Senioren und die Vereine beherbergt, kam auf. Als Objekt wurde das seit 2014 leer stehende Gasthaus „Zur Dorfschänke“ ausgewählt.

Das Projekt setzte sich durch und stieß auch bei Klaus Sühl, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, auf Zustimmung. Letztlich wurde es in das Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier“, mit dem der Bund gemeinsam mit den Ländern in Kommunen Investitionen in die soziale Infrastruktur unterstützt, aufgenommen.

Damit stehen für den Bau des Multifunktionshauses 3,5 Millionen Euro zur Verfügung, informiert Bürgermeister Mike Eccarius. Der Löwenanteil, nämlich 75 Prozent, kommen vom Bund, das Land ist mit 15 Prozent beteiligt. Zehn Prozent muss die Gemeinde als Eigenanteil beisteuern.

Dass die Gemeinde dazu in der Lage ist, darüber informierte Mike Eccarius zur jüngsten Einwohnerversammlung im Ort. Begleitet wird die Gemeinde bei dem Vorhaben von dem Büro Vitaminoffice Architekten aus Erfurt.

Wie der Bürgermeister berichtete, ist der Bauantrag fertig und wird nun eingereicht. Er geht von einer dreimonatigen Bearbeitungszeit aus. Parallel wird die Ausschreibung vorbereitet. Läuft alles nach Plan, soll 2020 der Startschuss für den Bau beginnen. Bereits 2021 ist der Einzug vorgesehen.

Platz bieten soll das Haus, das seinen ortsbildprägenden Charakter behalten soll, künftig bis zu 45 Kindern. Bislang besuchen die Einrichtung an der Eselswiese 29 Mädchen und Jungen. 40 Kinder könnten aufgenommen werden. Das bisherige Gasthaus „Zur Dorfschänke“ Am Wilhelmsplatz soll mit Gruppen- und Funktionsräumen sowie mit sanitären Anlagen ausgestattet werden. Im Obergeschoss ist auch ein Kinderrestaurant geplant.

Ebenerdig und barrierefrei ist der Bau eines neuen Saales vorgesehen, der sich direkt an das Bestandsgebäude anschließen soll. Er soll Kindern als Bewegungsraum und der Gemeinde für Versammlungen oder Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Auch für private Feierlichkeiten der Einwohner soll er genutzt werden können.

Ein neues Domizil erhalten dann auch die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr. Ein Büro des Ortsbrandmeisters ist genauso vorgesehen wie ein Revier für die Jugendfeuerwehr. Auch zwei Stellplätze für Einsatzfahrzeuge sehen die Pläne vor, berichtet der Bürgermeister, der sich freut, auch Vereinen einen Raum für Besprechungen anbieten zu können. Auch eine Seniorenbegegnungsstätte und der Jugendklub sollen hier eine neue Heimstätte bekommen.

Froh über die Pläne für das Multifunktionshaus ist auch ASB-Kreisgeschäftsführer Christian Karl. Der ASB ist seit 2013 Träger des Kindergartens in Werningshausen. „Die Gemeinde, die Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt und wir als Träger haben lange nach einer Lösung gesucht. Ein Gebäude weg vom Wasser und innerorts gefunden zu haben, darüber bin ich sehr glücklich“, sagte er.

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