Weißensee will bis Jahresende 1000 Bäume pflanzen

Weißensee  Der Startschuss für große Baumpflanzaktion in Weißensee ist gefallen. Eine Säulensumpfeiche schmückt seit dem Wochenende die neue Buswendeschleife

Rita Schmidtke, Bastian Wulf, Landrat Harald Henning, Matthias Schrot und Andrea Fritsche pflanzten an der neuen Buswendeschleife in Weißensee eine Säulensumpfeiche. 

Rita Schmidtke, Bastian Wulf, Landrat Harald Henning, Matthias Schrot und Andrea Fritsche pflanzten an der neuen Buswendeschleife in Weißensee eine Säulensumpfeiche. 

Foto: Annett Kletzke

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Die Triftstraße in Weißensee wird schon bald um zwei Gemeine Eschen reicher. Mika und Mia Sophie Hollmann haben sie sich beim Bambini-Lauf zum 30. Cross der Deutschen Einheit erlaufen. Neben Medaillen gab es für alle Teilnehmer kleine Bäume zum Einpflanzen.

Die Initiative Landschaftspflege Weißensee hatte nicht nur die kleinen Bäumchen für die Läufer gestiftet, sie hat an diesem Tag unter dem Motto „Einheitsbuddeln“ den Startschuss für eine große Baumpflanzaktion in der Stadt gesetzt. Für den Auftakt hatten Stadt und Verein die im vergangenen Jahr neu gebaute Buswendeschleife an der Regelschule ausgesucht. Gemeinsam mit dem Kreis sei es gelungen, den Platz neu zu gestalten und damit das gesamte Areal aufzuwerten, sagte Bürgermeister Matthias Schrot (CDU). Nun gehe es darum, auch die Insel zu begrünen.

Andrea Fritsche, die Vorsitzende der Initiative Landschaftspflege Weißensee, sprach von einer Rarität, die sie für die Pflanzaktion ausgewählt hatte. Sie, der Bürgermeister sowie Landrat Harald Henning und Landtagskandidatin Rita Schmidtke (beide CDU) brachten eine Säulensumpfeiche in die Erde.

Schon am Morgen hatte der CDU-Ortsverband an gleicher Stelle eine Robinie sowie in den Ortsteilen sechs weitere Bäume gepflanzt, hieß es. Wie der Bürgermeister wissen ließ, wird es weitere Pflanzaktionen in Weißensee geben. Auch im Ortsteil Schönstedt, wo die Stadt ebenfalls eine Wendeschleife und eine Haltestelle gebaut hat, soll das Areal begrünt werden. Darüber hinaus wolle die Stadt weitere Großbäume pflanzen und dafür richtig Geld in die Hand nehmen.

Schrot sprach sich dafür aus, den Tag der Deutschen Einheit und damit das Einheitsbuddeln in Weißensee zu einer festen Größe werden zu lassen.

Der Verein Mein Weißensee und die Initiative Landschaftspflege Weißensee hatten Anfang September zu der großen Baumpflanzaktion aufgerufen. Ausgangspunkt waren die unzähligen Bäume am Gondelteich und in der gesamten Weißenseer Flur, die der Trockenheit und dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen waren. „An die 700 Bäume haben wir bereits gefällt und das sind noch längst nicht alle“, zeichnete Andrea Fritsche eine Bild vom Ausmaß der Schäden. Überwältigt zeigte sie sich von der großen Resonanz, der Baumpflanzaktion. Neben der Agrargenossenschaft, der Jagdgenossenschaft, dem Umweltdienst Michelshöhe, der Feuerwehr und dem Feuerwehrverein bringen sich viele Vereine sowie Firmen aus Weißensee und dem Landkreis ein, ist Andrea Fritsche dankbar. Überzeugt ist sie davon, dass bis zum Jahresende 1000 Bäume in Weißensee gepflanzt werden können.

Darüber hinaus setzt sich der Verein für den Erhalt von Kastanien- und Lindenbäumen an der Promenade am Mitscherlichplatz zur Goethestraße ein. „Die Stadt will dort 36 Bäume fällen lassen. Wir aber wollen ein Gutachten erstellen lassen, um zu schauen, ob die Bäume nicht doch noch zu retten sind“, erklärte Susann Karlstedt von der Initiative Landschaftspflege Weißensee das Anliegen. Zum Cross der Deutschen Einheit sammelte sie Unterschriften, die sie an Landrat Harald Henning übergeben will.

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