Weimar. Am 9. Februar 1945 fielen 600 Häftlinge dem Bombenangriff auf das Gustloff-Werk Weimar zum Opfer. Rednerinnen und Redner finden mahnende Worte.

Für Rola Zimmer ist es mittlerweile vor allem eines: ein Treffen der Mahnung. Am Morgen des 9. Februar steht die Vorstandsvorsitzende des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda zusammen mit dem Kreisverband der Weimarer SPD vor dem Kindergarten Hufeland. An der Stelle, an der vor 79 Jahren mindestens 31 Kinder dem Luftangriff der US Air-Force zum Opfer fielen. Ziel war eigentlich das Rüstungswerk der Gustloff-Werke, doch auch Teile der Innenstadt wurden getroffen. Heute noch erinnert eine Tafel an der Fassade in der Richard-Strauss-Straße an diesen Tag. Heute mahnt aber auch ein kleines Plakat an der Eingangstür des Kindergartens. „Rote Karte für die AfD“ ist darauf zu lesen.