So groß ist die Gefahr für Thüringen durch das Coronavirus

Erfurt.  Das Coronavirus hat Deutschland erreicht. Wie ist Thüringen auf die Krankheit vorbereitet? Ministerin Heike Werner erklärt, wie bei einer Ansteckung verfahren wird.

In Deutschland und Frankreich wird der Mundschutz knapp. Die Franzosen kaufen aus Angst vor Corona-Viren Masken in Apotheken und Drogerien.

In Deutschland und Frankreich wird der Mundschutz knapp. Die Franzosen kaufen aus Angst vor Corona-Viren Masken in Apotheken und Drogerien.

Foto: Hans Klaus Techt/dpa (Symbolfoto)

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Das neuartige Coronavirus stellt nach Einschätzung von Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bislang nur eine geringe Gefahr für Thüringen dar. „Als Land ist Thüringen gut vorbereitet“, sagte Werner am Dienstag in Erfurt. Es gebe Pläne für eine mögliche Pandemie und Umgangspläne für hochansteckende Krankheiten.

Würden sich eventuelle Verdachtsfälle in Thüringen bestätigen, kämen die Betroffenen isoliert in ein Krankenhaus. Weil es sich um eine meldepflichtige Erkrankung handele, würde die Informationskette vom behandelnden Arzt über das jeweilige Gesundheitsamt bis zum Robert-Koch-Institut gehen, so Werner. Die Ministerin sieht bisher in der Influenza, der Grippe, eine größere Gefahr für Thüringen als in dem neuen Coronavirus.

Kostenlose Hotline eingerichtet

Das Landesamt für Verbraucherschutz sei aufgefordert worden, eine Informationstelefonnummer einzurichten, sagte Werner. Die Barmer-Krankenkasse hat bereits eine kostenlose Hotline eingerichtet.

Bisher sei das Virus nur für Menschen gefährlich, die unter einer Vorerkrankung litten. Zur Vorbeugung genüge es nach aktuellem Stand, normale Hygieneabfolgen einzuhalten, wie etwa beim Niesen ein Einwegtaschentuch zu nutzen, so Werner.

Am Dienstag wurde ein erster bestätigter Fall des Coronavirus in Deutschland bekannt. Ein 33 Jahre alter Mann aus Bayern hat sich nach ersten Erkenntnissen bei einem chinesischen Gast seiner Firma angesteckt. Das neuartige Coronavirus 2019-nCoV kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits mehr als 100 Menschen gestorben sind - die meisten davon waren ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen.

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