Meiningen. Beim Spitzenspiel in Meiningen überzeugen die Gäste nur 20 Minuten und verlieren verdient mit 1:3.

Trotz des letzten Spieltages der Hinrunde in der Fußball-Landesklasse am kommenden Wochenende ist dem VfL Meiningen die Herbstmeisterschaft nicht mehr zu nehmen, weil auch im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Wacker Gotha die Serie nicht riss. Durch den 3:1-Heimerfolg blieb der Gastgeber auch im letzten Pflichtspiel vor der Winterpause ungeschlagen und überwintert somit an der Tabellenspitze der Staffel 3.

Dabei brauchten die Meininger zunächst eine halbe Stunde, um ins Spiel zu finden. Trainer Kißling hatte an der Seitenlinie dreißig Minuten alle Hände voll zu tun, um seine Mannschaft zu lenken und zu leiten. Die Gäste aus Gotha hatten Ball und Gegner im Griff und versuchten immer wieder über Burkhardt ihre rotierenden Spitzen Fiedler und El Antaki mit langen Bällen in Szene zu setzen, welche aber gegen die Viererkette des Platzbesitzers kaum zu Chancen kamen. Einzig in der 7. Spielminute, als Scheeder mit einer blitzschnellen Parade gegen David Leischner einen Rückstand seines Teams verhinderte. Auch die Gelegenheit nach der anschließenden Ecke versiebte El Antaki deutlich über das Tor.

Meiningen geht kurz vor der Pause in Führung

Meiningen fehlte die Linie in der Partie, so dass der Gast immer wieder zu Ballgewinnen kam. Ab Minute zwanzig arbeitete sich der VfL förmlich ins Spiel und setzte durch Aljija und Daneyko aus der Distanz die ersten Achtungszeichen.

Meiningen wurde mutiger und belohnte sich kurz vor der Pause. Von der linken Seite hielt Aljija einfach mal drauf und der hoch springende Fritz irritierte Keeper Büttner so, dass der Ball urplötzlich im Netz zappelte (45.).

Mit dieser Führung im Rücken steigerte sich der Gastgeber nach dem Wechsel noch ein Stück und nun spielte im Stadion Maßfelder Weg nur noch eine Mannschaft, die des VfL. Die Theaterstädter standen nun hinten wie eine Festung und in der Offensive brachten sie nun die Gäste ein ums andere Mal ins Wanken. Das hochverdiente zweite Tor entsprang einem Standard, als der eingewechselte Franke einen Eckball butterweich auf den zweiten Pfosten servierte und Safradin am höchsten stieg. Sein Kopfball passte millimetergenau unter die Latte (61.) und die Einheimischen bogen auf die Siegerstraße ein.

Anschlusstreffer kommt zu spät

Gotha stellte dann taktisch um und kam spät zum Anschluss durch einen an El Antaki verursachten Foulelfer, den Franz Fiedler verwandelte (88.). Schiedsrichter Keith aus Mühlhausen legte noch drei Minuten oben drauf, in der Parlesack nach einen schnellen Einwurf alleine vor dem Keeper stand und den Deckel zumachte.