Der VfB Artern ist auf einmal Spitzenteam

Sebastian Fernschild
| Lesedauer: 3 Minuten
Die Männer vom VfB Artern nach dem Sieg gegen Siemerode.

Die Männer vom VfB Artern nach dem Sieg gegen Siemerode.

Foto: Vanessa Lüttich

Artern.  Patrick Krumbholz und der VfB Artern gehören nun zu den Topmannschaften der Landesklasse. Der Trainer Patrick Krumbholz im Gespräch…

Wenn man sich die Tabelle der Fußball-Landesklasse einmal genauer ansieht, fällt im oberen Bereich eine Mannschaft auf, mit der man nicht unbedingt gerechnet hat. Der VfB Artern hat sich still und heimlich zu einer Topmannschaft gemauert und ist aktuell Dritter mit nur einer Niederlage. Wir sprachen mit dem Neutrainer Patrick Krumbholz, der vor der Saison nach Artern kam und mit der Mannschaft so einiges vorhat. Dicht hinter seiner Mannschaft lauert Aufsteiger Kölleda, der ehemaligen Mannschaft von Krumbholz, was seine zielstrebige Arbeit nur nochmals unterstreicht.

Dieser dritte Platz, ist er ein Zufallsprodukt?

Nein, das würde ich nicht sagen. Es ist eine Momentaufnahme. Es passt sportlich einfach gerade. Wir rufen zum großen Teil auf dem Spielfeld ab, was wir uns vornehmen. Dann kommt eben genau sowas dabei raus.

Was macht Ihre Mannschaft aus?

Die Mannschaft ist jung, wild und wissbegierig. Das zeichnet das Team aus und alle versuchen, von mir das Beste mitzunehmen. Auch im Training ist das sichtbar. Die Beteiligung, die Intensität. Das spiegelt sich alles wieder.

Was ist auf den Erfolg zurückzuführen?

Es geht sehr familiär zu. Neue Spieler werden sofort in den Verein integriert und fühlen sich gleich willkommen. Man merkt beispielsweise nicht, dass ein Christopher Becker oder Alpha Barry erst seit Kurzem da sind. Sie wurden sofort integriert und man merkt, dass beide sehr wichtig für unser Spiel sind.

Geht da noch mehr als Platz drei?

Eine schwere Frage. Wir sind sehr davon abhängig, dass sich keiner verletzt und wie wir in den Tag und das Spiel kommen. Ich denke es ist unwahrscheinlich, dass da noch mehr geht, wir wollen ja auch realistisch bleiben. Zumindest in dieser Saison.

Was soll am Ende der Saison das Ziel sein?

Für mich oder uns als Verein ist es wichtig, dass wir es schaffen in der Rückrunde vor immer mindestens 100 Zuschauern zu spielen. Weil wir attraktiven Fußball spielen und begeistern wollen. Dann kommen die Punkte von ganz allein. Zudem wünsche ich mir, dass auch wenn es mal nicht so laufen sollte, wir nicht nervös werden und weiterhin die nötige Unterstützung erfahren.

Ist Ihr Konzept bisher aufgegangen?

Das kann man jetzt noch nicht genau sagen. Es hat sich im Vergleich zur letzten Saison noch nicht allzu viel verändert. Wir haben den zweitbesten Sturm aber eben auch die fünftschlechteste Abwehr. Von daher wird es schwer, sich oben festzusetzen. Das wird unser Ziel sein, dies zu verbessern. Zudem wollen wir bis zum Winter auf 30 Punkte kommen. Das wäre was.

Das jetzige freie Wochenende - eher gut oder schlecht?

Mir gefällt die Pause nicht, wir hätten gern gespielt. Wir haben beispielsweise auch Oberheldrungen gefragt wegen einer Vorverlegung des Spiels vom 3. Dezember. Das hat aber nicht geklappt.