Ein Weltmeister im Flossenschwimmen aus Weimar

Christian Albrecht
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Justus Mörstedt (hier beim Weltcup in Leipzig) sicherte sich seine erste WM-Einzelmedaille.

Justus Mörstedt (hier beim Weltcup in Leipzig) sicherte sich seine erste WM-Einzelmedaille.

Foto: IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Jan Kaefer

Weimar.  Justus Mörstedt sichert sich bei den Welt-Titelkämpfen in Kolumbien gleich fünf Medaillen. Gemeinsam mit seinem Idol, stand er auf dem Treppchen.

Die Stadt Weimar hat einen weiteren Weltmeister. Der gebürtige Goethestädter Justus Mörstedt konnte sich bei den Titelkämpfen in Santiago de Cali/Kolumbien gleich mehrfach Edelmetall sichern und sorgte damit auch bei seinem Heimverein, dem Tauchsportclub Weimar, für Jubel. Gold gab es dabei mit der Staffel über 4x100 Meter Flossenschwimmen. Das deutsche Quartett ist derzeit das schnellste der Welt. Neben Mörstedt gehören Malte Striegler (Leipzig), Robert Golenia (Plauen) und Max Poschart dazu. Letzterer ist Mörstedts Teamkollege von der DHfK Leipzig, an der der Weimarer trainiert. In der sächsischen Metropole studiert er zudem Medizin.

Eine Medaille war dem 21-Jährigen Goethestädter aber nicht genug. In vier weiteren Events konnte er sich weiteres Edelmetall sichern. Über die 400 Meter Streckentauchen – hier war er der schnellste Europäer im Becken – gewann er die Silbermedaille. Bronze kamen jeweils über 100 und 200 Meter Flossenschwimmen hinzu, außerdem gab es mit der Staffel über die 4x200 Meter noch einen dritten Platz.

„Über meine erste WM-Einzelmedaille könnte ich nicht glücklicher sein. Vor acht Jahren konnte ich mit der Flosse noch nicht einmal eine tiefe Wende. Deswegen lautet mein Motto eigentlich schon immer: Gib den Dingen Zeit. Max Poschart war für mich allerdings unantastbar. Jetzt mit meinem einstigen Idol und nun gutem Freund auf dem Treppchen zu stehen, hat Gänsehautcharakter“, sagte Mörstedt nach dem Rennen über 100 Meter in einem Interview. Das seine Form stimmt, hatte der Weimarer bereits zwei Wochen zuvor bei den 11. Worldgames in Birmingham/Alabama (USA) angedeutet. In gleicher Aufstellung hatte sich dort die Staffel über 100 Meter ebenfalls bereits Gold gesichert. Bronze kam außerdem über die Hälfte der Staffel-Strecke hinzu. In der Nacht von Samstag zu Sonntag saß dann das erfolgreiche deutsche Team schon wieder im Flieger in Richtung sächsische Heimat.