Erfurter Hockey-Mädchen auf der Überholspur

Andreas Fischer
| Lesedauer: 2 Minuten
Das starke U14-Mädchenteam des Erfurter HC, hinten von links: Trainer Norbert Landeck, Sophie Rathgeber, Carla Janz, Co-Trainer Alexander Janz, Clara Misch, Eva Kasper, Co-Trainer Mathias Heine, Florentine Schulz, Betreuer Lars Triebsees, Theresa Triebsees, Henriette Lohmüller, Emily Hemm; kniend von links: Johanna Becher, Greta Schalles, Marlene Kricks, Mareike Jäckel, Lina Heine, Lucia Kamilli, Jennifer Hofmann; liegend die Torhüterinnen Sydney Sophia Fischer (l.) und Wanda Trautwein.

Das starke U14-Mädchenteam des Erfurter HC, hinten von links: Trainer Norbert Landeck, Sophie Rathgeber, Carla Janz, Co-Trainer Alexander Janz, Clara Misch, Eva Kasper, Co-Trainer Mathias Heine, Florentine Schulz, Betreuer Lars Triebsees, Theresa Triebsees, Henriette Lohmüller, Emily Hemm; kniend von links: Johanna Becher, Greta Schalles, Marlene Kricks, Mareike Jäckel, Lina Heine, Lucia Kamilli, Jennifer Hofmann; liegend die Torhüterinnen Sydney Sophia Fischer (l.) und Wanda Trautwein.

Foto: Andreas Fischer

Erfurt.  Nicht nur mit einem U14-Titel überzeugt der weibliche Nachwuchs des Erfurter HC im Jahr 2021. Es ist eine Erfolgsgeschichte, die vor etwa sechs Jahren begann.

In luftiger Höhe des Kaufland-Sportdachs führt der Erfurter Hockey-Club (EHC) ein in der Szene vielbeachtetes Schattendasein neben dem „großen Bruder“, dem Eishockey. Seit 1993 gibt es den EHC, wobei die Wurzeln des Erfurter Hockeysports bis ins Jahr 1911 zurückreichen. Insofern ist das Jahr 2021 auch ein Jubiläumsjahr.

Und das verlief insbesondere für den weiblichen Nachwuchs des EHC überaus erfolgreich. In den letzten Jahren entwickelte sich der Erfurter Hockeysport diesbezüglich konstant nach oben. Kontinuierlich konnte schon ab dem Kleinkindalter Jahr für Jahr Nachwuchs für das Hockey begeistert werden. Besonders die weiblichen EHC-Talente der Jahrgang 2007/08 entwickelten sich zur „Vorzeigemannschaft“ des Vereins. Schon als junge Truppe zeigte diese, wie man Turniere bestreiten kann. Mit acht/neun Jahren nahm sie erfolgreich am Erfurter „Puffbohnenturnier“ und an den mitteldeutschen Meisterschaften (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) teil und setzte erste Akzente.

Im Laufe der Zeit wurde diese Altersgruppe reifer und größer (nicht nur in der Mannschaftsstärke) und man wuchs als Team zusammen. Das machte sich auch bei den Erfolgen bemerkbar. Zwischen den Jahren 2017 und 2021 holte das jetzige U14-Team, das nächstes Jahr in die U16 wechselt, fünfmal den mitteldeutschen Meistertitel – dreimal auf dem Feld, zweimal in der Halle. Eine bis dato nie dagewesene Dominanz eines EHC-Teams. 2019 gab es sogar Bronze bei den ostdeutschen Meisterschaften im Feldhockey.

In gerade gestarteter Hallensaison hat sich der EHC viel vorgenommen

Der jüngsten Titel als mitteldeutscher Meister liegt für die „Golden Hockey Girls“ des EHC gerade mal einen Monat zurück: Am 2. Oktober durften sie in Erfurt jubeln – es war die Fahrkarte zur Teilnahme an der Qualifikation zur deutschen Meisterschaft in Berlin. Auch wenn es mit der DM-Quali diesmal noch nicht geklappt hat, haben die EHC-Mädels erneut ihr Potenzial dafür bewiesen, dass sie das künftig schaffen könnten.

Auch die anderen Nachwuchsteams des Erfurter HC blicken auf ein starkes Jahr 2021 zurück. Die Nachwuchsteams von der U10 bis zur U16 (männlich und weiblich) erkämpften sich mehrere zweite und dritte Plätze in ihren mitteldeutschen Feldhockey-Ligen. Nicht zu vergessen die aktuelle Männermannschaft des EHC, welche in der Oberliga (vergleichbar mit der Fußball-Regionalliga) dabei ist.

Nun hat für alle Teams des Erfurter HC die Hallensaison begonnen. Nicht nur die U14-Mädels haben sich was vorgenommen.