Junge Erfurterinnen turnen, als hätte es nie eine Pause gegeben

Heike Richter
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Alexia Kohlickova gewann mit dem ESV Lok Erfurt bei den Mittelthüringer Turngaumeisterschaften nicht nur die Mannschafts-, sondern auch die Einzelwertung.

Alexia Kohlickova gewann mit dem ESV Lok Erfurt bei den Mittelthüringer Turngaumeisterschaften nicht nur die Mannschafts-, sondern auch die Einzelwertung.

Foto: Heike Richter

Erfurt.  Mädchen des ESV Lok Erfurt glänzen bei den Mittelthüringer Turngaumeisterschaften erstmals als Siegerinnen.

Trainingsverbot, geschlossene Turnhallen, Training zeitweise nur in Kleinstgruppen – wie alle anderen Sportvereine musste sich auch der ESV Lok Erfurt mit seiner Abteilung Gerätturnen auf die Widrigkeiten und Einschränkungen der Corona-Pandemie einstellen. Zwei Jahre Pandemie-Pause sind eine lange Zeit, erst recht für Kinder. Da ist es fast ein Wunder, dass alle dabeigeblieben sind. Wann immer Training erlaubt war, hat das engagierte Trainerteam um Diana Schröder das auch ermöglicht. In den Osterferien jüngst sogar vier Tage Trainingslager. „Die Mädchen hatten großen Spaß und es war wichtig für das Miteinander“, so die einhellige Meinung der Turnmütter und -väter.

Dass dabei das Training nicht zu kurz kam, zeigte das gute Abschneiden der Turnmädchen bei den Mittelthüringer Turngaumeisterschaften in Erfurt: In der Altersklasse 10/11 gewann die Lok-Mannschaft deutlich – zum ersten Mal, seit die Abteilung Gerätturnen vor acht Jahren „wiederbelebt“ wurde. Die besten acht Turnerinnen des Tages, darunter vier Mädchen des ESV Lok, haben in dieser Altersklasse nun das Ticket für die Landesmeisterschaften in der Tasche.

Die „Kleinen“ beim ESV, darunter auch sechs- und siebenjährige Mädchen, wurden in der Altersklasse 8/9 Dritte und verfehlten damit die Qualifikation knapp. Diana Schröder zeigte sich dennoch zufrieden: „Es ist eine sehr junge Mannschaft mit viel Potenzial.“

Reibungslose Organisation dank Hilfe der Eltern und des MTV Erfurt

Die gesamte Organisation der Turngaumeisterschaft mit knapp 100 Turnerinnen und Turnern lag in diesem Jahr übrigens beim ESV Lok Erfurt. „Wir wären schon 2020 dran gewesen, dann kam leider Corona mit zwei Jahren Pause.“ erklärte Sandra Jahn, die Abteilungsleiterin Gerätturnen beim ESV. „Ohne die tatkräftigen Eltern hätten wir es aber nicht stemmen können“ bedankte sie sich. Ein Dankeschön gehe dabei auch an Stephan Dunkel vom MTV Erfurt, der einiges an Ausstattung beisteuerte.

Der Wettkampf war für viele der Auftakt für den Neubeginn nach Corona. Wettkampfatmosphäre, sich mit Gleichaltrigen messen, fachsimpeln, sich über Erfolge freuen oder einfach nur dabei sein und Spaß miteinander haben – die jungen Sportler brauchen Veranstaltungen wie diese! Drücken wir die Daumen, dass es von nun an wieder einen regulären Wettkampfbetrieb gibt.