Vier Generationen einer Familie beim 43. Alteburg im Lauffieber

Berit Richter
| Lesedauer: 3 Minuten
Das vier Generationen Team. Hinten von links Hubert Vogel, Kati Schmidt, Christopher Grosser, Gabriele Walde, Ulrike Grosser, Torsten Grosser, vorn von links Lore, Bele, Fine.

Das vier Generationen Team. Hinten von links Hubert Vogel, Kati Schmidt, Christopher Grosser, Gabriele Walde, Ulrike Grosser, Torsten Grosser, vorn von links Lore, Bele, Fine.

Foto: Berit Richter

Arnstadt.  Patrick Letsch beim 43. Alteburglauf über 10,6 Kilometer nicht zu halten

Favoritensieg beim 43. Alteburglauf. Patrick Letsch vom ASV Erfurt hatte schon im letzten Herbst die damals nachgeholte 2021er Auflage für sich entschieden und setzte sich diesmal mit einer Zeit von 40:39 Minuten vor Roman Freitag (Rennsteiglaufverein, 42:11) und Kevin Keith (Adler Arnstadt, 42:34) durch. Letsch war dabei auf dem welligen Kurs so schnell , dass sogar der Radfahrer, der dem Läuferfeld den Weg weisen sollte, Mühe hatte, vorn zu bleiben. „Bergauf bin ich immer davongezogen, bergab hat er mich dann wieder eingeholt“, schmunzelte Letsch und zeigte sich „sehr zufrieden“ mit seiner Leistung.

Bei den Frauen gewann Seriensiegerin Johanna Becherer (Motor Arnstadt) in 48:57 Minuten vor Dauerrivalin Cathrin Jakob (Dannheim, 52:20) und Uta Tittelbach-Helmrich (Alkersleben, 56:08). Auch Becherer zeigte sich zufrieden. Zwischen drei Kindern und Doktorarbeit bleibt wenig Zeit zum trainieren. „Ich laufe zweimal die Woche, einmal davon mit Kinderwagen“, erzählte sie.

Im Halbmarathon siegte Denny Holland-Moritz aus Steinbach-Hallenberg (1:26:29 Stunden). Beste Frau war die Ilmenauerin Chris Balbierer (2:08:13).

Bei den Nachwuchsläufen gewann der Großbreitenbacher SV die Teamwertung, auch dank der Mitwirkung seiner Oberhofer Biathleten, vor den Ski-Läufern des SV 90 Gräfenroda.

Gastgeber Motor Arnstadt konnte bei idealem Laufwetter knapp 300 Starterinnen und Starter auf die verschiedenen Strecken schicken. Darunter auch einige Zwei-Generationen-Teams. Vier Generationen aber, das war einmalig.

„Wir haben ein Jahr lang darauf hingearbeitet,“ erzählte Ulrike Grosser. Sie und ihr Mann Torsten, 53 und 52 Jahre alt aus Apolda, waren die treibenden Kräfte ihres Familien-Teams. „Vor sieben Jahren haben sie mit Laufen angefangen und allmählich den Rest der Familie mitgerissen. So den 35-jährige Sohn Christopher, der in Arnstadt lebt, und dessen 34-jährige Frau Kati sowie deren Töchter Fine (11), Bele (8) und Lore (6). Und auch Uroma Gabriele Walde (72) ist extra aus Bad Kissingen angereist, um das Familienteam komplett zu machen. „Für mich wird das aber wohl der einzige Start bleiben“, sagte sie erschöpft im Ziel. Auch Uropa Hubert Vogel war dabei und auch Kati Schmidts Opa, Gerhard Frisch ist seit Jahrzehnten bewährter Sprecher bei Arnstädter Sportveranstaltungen und auch in Alteburg am Siegerehrungsmikrofon aktiv. Da konnte er auch so manches Mitglied der Großfamilie aufs Siegpodest bitten. Ulrike Grosser gewann in ihrer Altersklasse den 10,6-Kilometer-Lauf. Ehemann Torsten wurde Zweiter. Platz zwei gab es auch für Lore in der U8 über 1,2 Kilometer und für Kati im Jederfrau-Lauf über 3,2 Kilometer. Bele und Fine schrammten als Fünfte beziehungsweise Sechste knapp am Podest vorbei. Und Papa Christopher wagte sich an den Halbmarathon, mit Rang sechs als Ergebnis.