Weimarerin Felicitas Becker springt mit Bestleistung zu Bronze

Dirk Reddmann
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Felicitas Becker gewann in Sömmerda Bronze.

Felicitas Becker gewann in Sömmerda Bronze.

Foto: Regina Becker

Weimar.  Die Weimarer Weitspringerin Felicitas Becker vom KSSV Victoria überrascht bei den mitteldeutschen Meisterschaften vor allem sich selbst.

Felicitas Becker glückte am Sonntag eine faustdicke Überraschung: Die Weitspringerin vom KSSV Victoria Weimar gewann bei den mitteldeutschen Meisterschaften in Sömmerda Bronze.

Mit ihrer vor Wochenfrist in Erfurt erzielten Weite von 5,28 Meter hatte sich die Sportlerin Hoffnungen auf die Teilnahme am Endkampf gemacht. „Damit, dass ich eine Medaille hole, hatte ich nicht gerechnet“, so die Studentin der Uni Jena. „Mit dem dritten Platz und mit meiner Weite von 5,32 Metern bin ich super glücklich.“ Kein Wunder, schließlich bedeutet diese eine neue persönliche Bestleistung. „Ich bin zwar schon 5,46 Meter weit gesprungen. Doch leider war da zu viel Wind.“ In Sömmerda fehlten ihr nur sieben Zentimeter zu Silber, aber darüber macht sie die erfolgreiche Sportlerin keine Gedanken.

Die Frage, ob die Teilnahme an deutschen Meisterschaften ein Ziel von ihr wäre, verneint die Leichtathletin eindeutig: „Dafür müsste ich über sechs Meter weit springen. Das ist nicht drin.“ Sie will stattdessen an der weiteren Steigerung ihrer Weite arbeiten und träumt ein wenig von dem einen oder anderen Platz weiter oben auf dem Treppchen. Dafür arbeitet sie hart und lebt die Leichtathletik. Während der gesamten Coronazeit war sie aktiv. „Ich brauche einfach die Bewegung“, so Becker. Woche für Woche trainierte sie, zu zweit mit ihrer Trainingspartnerin Leticia Conrad oder allein, online vor dem Rechner oder im Stadion.

Auch nach dem Neustart verpasste die angehende Politikwissenschaftlerin kaum eine Trainingseinheit. Wie sehr sie für ihren Sport brennt, merkt man, wenn sie sich an ihre Anfänge erinnert: Strahlend und als ob es gestern gewesen wäre, erzählt sie vom September 2009: „Ich bin gerade in die dritte Klasse gekommen. Da war ich zum ersten Mal beim Training bei Herrn und Frau Schröter. Seitdem bin ich dabei.“ Heute gibt sie das Gelernte und ihre Leidenschaft weiter und trainiert den Nachwuchs.

Ebenfalls in Sömmerda am Start war auch ihre jüngere Schwester Johanna. Auch sie war auf den Punkt fit und erreichte beim beim Kugelstoßen den sechsten Platz. Mit ihrer Weite von 10,39 Metern verfehlte sie ihre Bestleistung um lediglich zwei Zentimeter.

Schweren Herzens musste derweil Lotta Bergedieck ihren Start über die 100 Meter Hürden verletzungsbedingt absagen.