Airbus-Teams peilen doppeltes Gold in Eisenach an

Eisenach. Auf dem Flugplatz Eisenach-Kindel werden in dieser Woche die deutschen Meisterschaften im Fallschirmsport ausgetragen.

Das Team Airbus ist bei der DM in Eisenach Titelaspirant in der Viererformation. Foto: Andreas Trögele

Das Team Airbus ist bei der DM in Eisenach Titelaspirant in der Viererformation. Foto: Andreas Trögele

Foto: zgt

Zum zweiten Mal nach 2007 ist der Fallschirmsportclub (FSC) Dädalus Eise-nach Gastgeber einer deutschen Meisterschaft. Auf dem Flugplatz Kindel werden von heute bis zum 6. September Titel und Medaillen im Freifall- und Kappenformationsspringen sowie in den artistischen Disziplinen Freefly und Freestyle vergeben.

"Rund 230 Athleten haben gemeldet", teilte Wettbewerbsleiter Christoph Aarns mit. Die am stärksten besetzte Disziplin ist traditionell das Viererformationsspringen. "Hier gehen immerhin 27 Teams an den Start", so der FSC-Vorsitzende Aarns.

Eigentlich war in der offenen Klasse ein spannendes Rennen zwischen Titelverteidiger ISB Paratec Saar und dem Vorjahreszweiten Airbus (damals noch unter EADS startend) erwartet worden. Beide lieferten sich im Vorjahr in Bad Saulgau (Baden-Württemberg) ein packendes Rennen, das Paratec Saar nach zehn Runden hauchdünn mit 202 Punkten vor den Jungs von Airbus (201) gewann.

Titelverteidiger sagt seinen Start kurzfristig ab

Kurz vor Ultimo hat Paratec nun aber seinen Start abgesagt. "Wir wollten uns unbedingt mit Airbus messen, doch zwei Springer aus unserem Team haben kurzfristig ihren Urlaub gestrichen bekommen", erklärte Markus Bastuck (Wallerfangen) gestern gegenüber unserer Zeitung. Erst am Sonntag waren er und seine Teamkollegen Jörn Thiele (Speyer), Petra van Overveld, Dennis Gottschalk (beide Aachen) und Videomann Ralph Wilhelm (Burgdorf) mit einem 8. Platz von der WM im tschechischen Prostejov heimgekehrt.

Somit wird dem für Paranodon Illertissen startenden Airbus-Vierer mit dem Thüringer Thomas Mack (Marksuhl), Olaf Biedermann (Landsberg/Lech), Göran Meyer (Ludwigsburg), Christian Schaefer (Heilbronn) und Videomann Alexander Hau (Hamburg) den Titel wohl niemand streitig machen.

Auch der Airbus-Achter, zu dem neben Biedermann, Mack, Meyer und Schaefer noch Dieter Kirsch (Bad Langensalza), Uli Sehrbrock (Braunschweig), Thomas Spielvogel (Zürich) und Solly Williams (DeLand) gehören, gilt als Aspirant auf Gold.

Thüringen hat neben Mack und Kirsch weitere Athleten in den Formationsdisziplinen am Start, die sich zum Teil Hoffnungen auf eine Medaille machen. Rolf Bormet, Geschäftsmann aus Erfurt und Teamchef von "Neva", wird mit seinem für den FSZ Saar gemeldeten Vierer in der offenen Klasse ein Platz unter den ersten Sechs allemal zugetraut. Videospringerin für Bormets Quartett ist mit der ehemaligen WM-Dritten im Skysurfen und in Erfurt lebenden Antje Grube ebenfalls eine Einheimische.

Polizistin Grube ist außerdem Videofrau von "In Touch" (FSZ Kassel) in der Fortgeschrittenen-Klasse. In dem reinen Damenvierer springt Julia Lorenz aus Erfurt als Teamchefin mit. Sie hat auch beruflich mit der Luftfahrt zu tun, ist Fluglotsin bei der Deutschen Flugsicherung.

Auf Gold lugt in der Einsteiger-Klasse der Lokalmatador "Subbotnik - Freifallkombinat Eisenach". Der frischgebackene mitteldeutsche Meister ist mit Udo Förster (Ettersburg) und Ilka Schilling (Stützerbach) zur Hälfte thüringisch besetzt.

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