Alarmbereitschaft beim Kreissportbund in Nordhausen

Nordhausen.  Der KSB Nordhausen mit Geschäftsführer Patrick Börsch bereitet sich auf das Schlimmste vor und appelliert an die Vernunft.

Bei Patrick Börsch steht das Handy derzeit kaum still.  

Bei Patrick Börsch steht das Handy derzeit kaum still.  

Foto: Christoph Keil

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Dass es für alle eine Ausnahmesituation ist, ist mittlerweile allen deutlich geworden. Zumindest sollte man es meinen. Denn von fast überall her hört man, dass es noch einige Unvernünftige gibt, die auf den hiesigen Sportanlagen gemeinsam Sport treiben.

„Wir appellieren wirklich an die Vernunft und können nur hoffen, dass es umgesetzt wird. Auch wenn es schwer fällt und uns alle vor Herausforderungen stellt“, sagt Patrick Börsch, Geschäftsführer des Kreissportbund Nordhausen mit einigen Sorgenfalten. Auch sein Telefon steht nicht still und sein Organisationstalent ist nun mehr denn je gefragt. „Ich bin über das Telefon immer zu erreichen und versuche alle Fragen zu beantworten“, so Börsch weiter.

Darüber hinaus möchte der sich seit Anfang des Jahres im Amt befindende Börsch klar stellen, das entsprechend der Bekanntmachungen durch das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie bis auf weiteres kein Wettkampf-und Trainingsbetrieb stattfindet und dies strikt zu befolgen ist. Die Sportstätten sind für die Öffentlichkeit gesperrt. Verstöße können sowohl ordnungsrechtlich als auch strafrechtlich verfolgt werden. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass auch Treffen/Training von Mannschaften außerhalb der Sportstätten untersagt sind. Soziale Kontakte sollen in dieser Ausnahmesituation auf ein Minimum beschränkt werden. Die Mitarbeiter des Teilhabechancengesetzes werden, Stand heute, in dieser Woche Überstunden abbauen und können ab Montag, dem 23. März, nach erfolgter Belehrung in den Sportstätten eingesetzt werden, zum Beispiel für Reparaturen, Instandhaltungsmaßnahmen, Archivierung und so weiter. Während dieser Maßnahmen darf nur der Mitarbeiter und maximal ein Vertreter des Vorstandes vor Ort sein.

Die Geschäftsstelle des Kreissportbundes Nordhausen wird ab sofort für die Öffentlichkeit geschlossen, ist aber telefonisch unter (03631) 98 47 65 sowie per Mail an sekretariat@ksb-nordhausen.de täglich in der Zeit von 9 bis 14 Uhr erreichbar. Für Dokumente, Krankschreibungen, Formulare sollte der Briefkasten genutzt werden.

„Wir sind sehr froh, dass die Zusammenarbeit mit dem Landessportbund, dem Landratsamt und dem Kreis sowie der Stadt Nordhausen so reibungslos klappt. Das ist nicht selbstverständlich und zeigt uns, dass wir zusammenhalten“, sagt Börsch und ist glücklich, dass nicht auch noch unnötig Steine in den Weg gelegt werden.

Neben der Absage der Sportlergala wurde nun auch die Aerobic-Night, welche am 24. und 25. April hätte stattfinden sollen, abgesagt. Ein neuer Termin steht aber noch nicht fest. Hier ist man um eine schnelle Klärung bemüht. Angesichts der ungewissen Zukunft ist dies natürlich nicht so einfach.

Die Sportlergala soll so schnell wie möglich nachgeholt werden. „Uns ist es wichtig, trotz aller Umstände, die Ehrungen in einem entsprechenden Rahmen durchzuführen. Natürlich immer nur dann wenn es die Situation zulässt. Das soll nach Möglichkeit im Sommer passieren“, sagten die beiden Vizepräsidenten Gert Störmer und Klaus Körber. Nichtsdestotrotz werden bis in den April hinein die Wahlscheine für die Vereine per Mail verschickt, damit diese wie gewohnt ihre Stimmen abgeben können.

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