Alarmglocken läuten bei Nordhäuser Handballern

Nordhausen.  Die NSV-Männer rutschen immer weiter ab. Abstieg nach Niederlage gegen Gera bedrohlich nah

Marcel Effenberger-Kiel und Thomas Riemekasten (am Boden) liegen fassungslos auf dem Hallenparkett nach der Niederlage gegen Gera.

Marcel Effenberger-Kiel und Thomas Riemekasten (am Boden) liegen fassungslos auf dem Hallenparkett nach der Niederlage gegen Gera.

Foto: Christoph Keil

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Langsam, aber sicher muss etwas passieren. Die Landesliga-Handballer des Nordhäuser SV haben auch das Heimspiel gegen Post SV Gera verloren, bleiben in diesem Jahr bei nun schon sechs absolvierten Partien sieglos, selbst für einen Punkt hat es nicht gereicht.

Die Folge: Nordhausen ist auf den vorletzten Platz abgerutscht. Sollte Hörselgau, das Letzter ist, das Nachholspiel gewinnen, wären die Nordhäuser sogar Schlusslicht. Ein Umstand, den man beim NSV so nicht kennt und anscheinend nicht richtig wahrhaben will.

Bei einem möglichen Abstieg würde der Nordhäuser Handball, was die Männer angeht, in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Vorbei sind die goldenen Zeiten, in denen man im Thüringer Oberhaus im oberen Drittel mitgespielt hat und die Halle fast komplett gefüllt war. Zwar war allen klar, dass durch die Zusammenlegung der beiden Landesligen das Spielniveau deutlich zulegt und es schwerer wird in der Liga. Auch war abzusehen, dass der Kader nicht der größte sein wird. Nun kam auch noch Pech mit schweren Verletzungen hinzu.

Jedoch konnte der Bock noch nicht umgestoßen werden; gerade zu Hause wurden Spiele hergeschenkt. Die Festung Ballspielhalle gibt es nicht mehr. Von den bisher lediglich vier Siegen in dieser Spielserie wurden drei zu Hause geholt. Aber eben auch bereits zu Hause fünf Begegnungen verloren. Teils deutlich, teils unglücklich.

Im Spiel gegen den Post SV Gera zeigte Nordhausen organisatorisches Talent und reaktivierte Thomas Riemekasten. Der Tausendsassa sprang in die Bresche und half aus. Seine beiden Tore aber halfen nicht, um die 22:26-Niederlage zu verhindern. Wieder einmal war eine gewissen Tendenz im Spiel zu erkennen: Je länger eine Partie dauert, umso mehr verliert Nordhausen an Boden. So war es auch gegen Gera.

Zu Beginn noch 7:4 geführt und bis zum 15:15 das Spiel noch ausgeglichen gestaltet. Doch dann ging es los: technische Fehler, fehlende Konzentration, keine Kraft mehr. Gera hingegen hatte etwas entgegenzusetzen und enteilte vorentscheidend auf 22:18. Spätestens beim 19:26 und noch fünf zu spielenden Minuten, glaubte keiner mehr an eine Aufholjagd. Zwar gelangen dem NSV noch drei Tore, mehr als Makulatur war es nicht.

Das rettende Ufer ist weit weg. Nach aktuellem Stand muss Nordhausen Neunter werden. Diesen Platz hat Apolda II inne, mit sieben Punkten mehr auf dem Konto. „Junge Spieler aufzubauen nachdem diese Saison wenig richtig läuft, ist schwierig. Wir werden weiter jedes Spiel als Endspiel ansehen und nach Ablauf der Saison sehen, wo wir stehen. Was wollen wir jetzt von einer brenzligen Lage sprechen, es hat sich nichts geändert zur Halbserie. Wir stehen unten drin, verdient oder unverdient sei dahingestellt. Aber es liegt an uns, das Beste daraus zu machen. Tabellenstand, Verletzungen und und und spielten uns diese Saison nicht in die Karten. Wir müssen dementsprechend weiterkämpfen und als Team zusammenhalten. Mal sehen wo wir Anfang Mai stehen“, fasst Spielertrainer Marcel Effenberger-Kiel die angespannte Situation zusammen.

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