„Alles in Eigenleistung bewerkstelligt“

Westerengel.  Im Interview der Woche spricht René Sennewals vom TSV Westerengel über den eigen neu angelegten Rasen im Fußballverein.

Trainer Rene Sennewald (links) und sein Co Marco Baltruschat schauen optimistisch auf ihren neuen Rasen, der gedeiht und wächst.

Trainer Rene Sennewald (links) und sein Co Marco Baltruschat schauen optimistisch auf ihren neuen Rasen, der gedeiht und wächst.

Foto: Henning Most

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Große Sorgen bereitete dem Fußballverein Blau-Weiß Westerengel der Rasen ihres Platzes, der durch die vergangenen trockenen Jahre stark gebeutelt wurde. Ein Spiel- und Trainingsbetrieb war einfach nicht mehr möglich. Der Vorstand, Spieler und Mitglieder entschlossen sich, etwas zu unternehmen und nicht nur Flickschusterei zu betreiben. Da der Platz in der Liga als sehr abschüssig bekannt ist, war er für Gastmannschaften gewöhnungsbedürftig. Jedoch daran etwas zu ändern, wäre ein Mammutprojekt gewesen. Aber den Rasen auf Vordermann zu bringen war möglich. Wir sprachen mit dem verantwortlichen Trainer der Kreisoberliga-Mannschaft René Sennewald, wie das Vorhaben in die Tat umgesetzt wurde.

Was war der Grund dafür, den Fußballplatz komplett auf den Kopf zu stellen?

So schlimm wie der Platz im letzten Sommer aussah, kannte ich den Zustand seit 20 Jahren nicht. Durch die Trockenheit der letzten zwei Jahre und die fehlende nötige Versorgung des Rasens mit Wasser war kein Grashalm mehr zu sehen. Der Platz war somit staubtrocken. Es war weder noch ein Spiel- oder Trainingsbetrieb möglich.

Wann haben Sie sich entschieden, etwas zu unternehmen?

In der Winterpause 2019 setzte sich der Vorstand mit den Vereinsmitgliedern zusammen und legte fest, dass der Rasenplatz komplett erneuert werden muss, um wieder vernünftig Fußball darauf spielen zu können.

Wie sah denn die Vorgehensweise aus?

Als größtes Problem stellte sich die ständige Bewässerung heraus. Dafür haben wir eine einvernehmliche Lösung gefunden. Anschließend haben wir uns professionellen Rat und Unterstützung eingeholt, wie eine neue Grasnarbe hergestellt werden kann. Wir wollten einfach keine Fehler machen.

Haben Sie eine Firma beauftragt, die die Rasenerneuerung vornimmt? Oder wie sind Sie das Vorhaben angegangen?

Dafür haben wir als Verein gar nicht die finanziellen Mittel, um so ein Projekt in Auftrag zu geben. Die Mitglieder, Fußballer und selbst Bewohner aus dem Ort haben in Eigenleistung mit Hand angelegt.

Wann haben Sie mit dem Projekt begonnen und was wurde denn alles gemacht?

Im Mai. Es wurde die Oberfläche maschinell abgetragen, anschließend wurde Sand per Schleppnetz auf den Platz eingearbeitet sowie die Grassaat. Tägliches Bewässern hatte oberste Priorität, damit der Rasen anwächst. Dabei hatten wir tatkräftige Hilfe aus dem Dorf.

Da der Fußballplatz nicht bespielbar war, hatten Sie eine Ausweichmöglichkeit?

Mit der Gemeinde Oberspier und der Stadt Sonderhausen stehen wir in gutem Kontakt. Unsere Punktspiele haben wir schon seit der Rückrunde im Frühjahr dort ausgetragen. Der Platz ist kleiner, aber der Rasen in einem guten Zustand.

Was wurde noch alles rund um die Fußballanlage bewerkstelligt und wann geht es wieder los?

Unser Hauptaugenmerk galt natürlich dem Rasenplatz, denn der musste stückweise gemäht werden, um ordentlich anzuwachsen. Unkraut musste herausgestochen werden und Unebenheiten wurden mit Mutterboden ausgeglichen. Wir haben einige Arbeitseinsätze angesetzt, um auch rund um das Vereinsheim wieder etwas Ordnung zu schaffen. Unser Ziel ist es, in der Rückrunde im März 2020 auf heimischem Boden gegen Auleben unser erstes Spiel auf dem neuen Rasen zu bestreiten, sofern es die Bodenverhältnisse zulassen.

Was haben Sie sich für die Rückrunde als Verein vorgenommen?

Eigentlich wollten wir im oberen Drittel in der Kreisoberliga mitspielen. Jedoch teilweise über zehn verletzte Spieler machten uns einen Strich durch die Rechnung. Sogar ich fand mich mit auf der Spielerliste wieder, um eventuell mit auszuhelfen. Zum Glück sind wir wieder gut aufgestellt und Erfolge stellten sich dementsprechend ein. Jetzt gehen wir mit einen siebenten Tabellenplatz in die Winterpause und freuen uns auf die kommenden Spiele auf dem neuen Fußballrasen. Wichtig ist mir auch, mich bei all denen zu bedanken, die so tatkräftig geholfen haben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren