Altenburger Frauen überwintern auf Abstiegsrang

Altenburg.  Handball-Oberliga: Die personelle Not wurde gegen Spitzenreiter Dessau-Roßlau noch größer. Aufbau verliert 19:29 (7:17)

Jana Kühnel wird beim Wurf geblockt.

Jana Kühnel wird beim Wurf geblockt.

Foto: Mario Jahn

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Lange Zeit sah es für die Altenburger Handball-Damen vom SV Aufbau im Tableau der Mitteldeutschen Oberliga richtig gut aus, denn bis zum siebten Spieltag positionierte sich der Aufsteiger in Liga 4 stets im Mittelfeld.

Nach vier Niederlagen in Folge rangieren die Skatstädterinnen jetzt allerdings auf dem neunten und damit vorletzten Platz. Die Hinrunde ist vorüber – und das Team von Cheftrainer Ronny Bärbig nun mittendrin im Abstiegskampf. Bei der letzten Partie des Jahres starteten die Ostthüringerinnen konzentriert und zeigten in den ersten fünf Minuten eine ordentliche Leistung, die gegen den derzeitigen Tabellenführer aus Dessau-Rosslau zu einem 2:2 reichte.

Danach kam allerdings ein Bruch ins Altenburger Spiel, den die Gäste ausnutzten und sich binnen zehn Minuten zum 8:2 absetzten. In dieser Phase ließen die Aufbau-Damen unzählige Chancen liegen, scheiterten reihenweise an der guten Torhüterin aus Sachsen-Anhalt und zeigten vor allem im Passspiel Unzulänglichkeiten.

„Wir haben das Spiel in dieser kurzen Zeit verloren, weil wir uns davon schlicht nicht mehr erholten“, erklärte Bärbig kurz nach der Partie und traf damit den Kern der Sache. Während die Gäste unbeschwert aufspielten und ihren Vorsprung nach 23 Minuten auf 14:4 ausbauten, fand die Mannschaft von Kapitänin Denise Hoffmann keinen Weg aus der eigenen Misere. Zur Halbzeit stand entsprechend ein bereits deutliches Zehn-Tore-Plus für die favorisierten Gegner auf der Anzeigetafel – und für die Gastgeber eine enorm schwierige Aufgabe für die zweite Halbzeit bevor.

Aufgrund der zahlreichen Ausfälle, zu denen sich im Vergleich zur Vorwoche auch noch die Stammkräfte Gina Perkowski und Nancy Beine gesellten, fehlten dem Trainerduo Bärbig/Rohr letztlich die Alternativen, um noch einmal alle Zeichen auf Angriff zu setzen. Die Rumpftruppe vermochte es auch in den zweiten 30 Minuten nicht mehr, den Schalter umzulegen und lief dem großen Rückstand hinterher.

Über die Stationen 9:21, 15:25 und 18:28 plätscherte das letzte Spiel der Hinrunde vor sich hin und bescherte den Gästen den siebten Doppelpunktgewinn der Saison. Für die Altenburgerinnen steht mit drei Siegen und sechs Niederlagen jetzt eine harte, wenngleich auch spannende Zeit bevor. Denn im Gegensatz zum Tabellenschlusslicht aus Gräfenhainichen ist für das Team der Anschluss ans Mittelfeld zum Greifen nahe. Nach einer sechswöchigen Winterpause heißt es für die Aufbau-Damen dann wieder „Volle Kraft voraus“, um das Ziel Klassenerhalt zu realisieren.

Bleibt zu hoffen, dass bis dahin einige der Verletzten wieder ins Training und in den Spielbetrieb eingreifen können. Die beste Chance für einen guten Start ins Jahr 2020 liefert dann gleich das erste Spiel, das am 18. Januar um 16 Uhr im Goldenen Pflug angepfiffen wird. Dann trifft Aufbau nämlich auf keinen geringeren als den Tabellenletzten. Zwei Punkte sind also Pflicht für die ehrgeizige Equipe, die trotz aller Rückschläge ihre Zugehörigkeit zu Liga 4 weiter unter Beweis stellen will.

Aufbau: Speer, Wachler – Klöppel, Winkler, Voigt (7/3 Tore), Thurm, Kühnel (3), Vogel (1), Hoffmann, Bärbig (8)

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