Anderle vom RSV Stadtilm startet durchwachsen in die CycloCross-Bundesliga

Bad Salzdetfurth.  Mountainbiker Florian Anderle vom RSV Stadtilm startet in Bad Salzdetfurth noch durchwachsen in die CycloCross-Bundesliga. Ein Plattfuß kostet einige Meter.

Führt die Verfolger an: Florian Anderle rollte das Feld fast von ganz hinten nach Lospech noch auf

Führt die Verfolger an: Florian Anderle rollte das Feld fast von ganz hinten nach Lospech noch auf

Foto: Lars Wigleb

Im niedersächsischen Bad Salzdetfurth fanden die ersten beiden Läufe der neuen Saison in der CycloCross-Bundesliga statt. Mit dabei war auch der Stadtilmer Florian Anderle, der in seiner Elite-Klasse nicht zufrieden nur auf den fünften und zehnten Rang kam.

An beiden Tagen musste bei guten Bedingungen von den 40 Fahrern der gemeinsam gestarteten Klassen Elite und U 23 ein zwei Kilometer langer Rundkurs innerhalb einer Stunde zehn Mal befahren befahren werden. Auf der Strecke waren Hindernisse wie eine Treppe, Doppelhürden oder eine Sanddüne platziert, die von den Fahrern mit ihren 33 Millimeter breiten Stollenreifen einiges abverlangte, berichtet Florian Anderle. „Auch einige steile Auf- und Abfahrten waren dabei. Mit etwas Glück konnte ich mich gut und zügig durch das Startgetümmel schlängeln und mit konstanten Rundenzeiten mich auch Platz um Platz nach vorn kämpfen.“

Lospech vor dem Start

Dabei hatte Top-5-Fahrer Anderle richtiges Lospech. Am ersten Tag wurde die Startreihenfolge gelost. „Da zog ich eine richtige Niete. Ich startete aus beinah letzter Position.“

Das kostete viel Kraft, doch bereits zur Rennhälfte hatte sich Anderle aufwendig auf dem engen Kurs unter die besten zehn Fahrer geschoben. Der Rückstand ganz nach vorn war aber schon groß und bei stetig wechselnden Führungen und Attacken fehlte Anderle auch die Kraft. Dennoch konnte sich der fünfte Platz nach dem ersten Tag im Elite-Feld sehen lassen.

Pech beim Start des zweiten Rennens

Der Start am zweiten Tag erfolgte für Anderle aus der zweiten Reihe, aber dennoch war es nicht sein Tag. „Mein Vordermann verpasste beim Start das Pedal, ich hing hinter ihm fest und ich fand mich in ebenso schlechter Ausgangsposition, wie am Vortag wieder.“ Auch diesmal folgte eine lange Aufholjagd, allerdings machte ein „schleichender Plattfuß alle Bemühungen zunichte“, so Florian Anderle. In der dritten Runde musste er zum Radwechsel, das kostete etwas Zeit, aber mehr noch den gewohnten Rhythmus. „Ich fand nicht mehr zurück und nach dem harten Rennen des Vortags fehlten mir auch einfach die nötigen Körner.“

So wurde es im zweiten Lauf der Cyclocross-Bundesliga nur ein enttäuschender zehnter Rang in der Elite-Wertung und nach Platz neun am Vortag, nur der 16. Gesamtrang in der kombinierten Wertung „Elite + U23“. Mit 61 Punkten in der Bundesliga steht der Thüringer Mountainbiker auf Rang 12 der Gesamtrang und auf dem siebten Rang der Elite-Wertung. Hinter der Minimal-Zielvorgabe Platz 5 fehlen 13 Punkte. Anderele: „Es kann also nur besser werden.“ Am 20. Dezember geht es in Vechta weiter. Am Silvestertag dann in Herford.