Artern bleibt auch in Bielen ohne Glück und Punkte

Nordhausen.  In der Fußball-Landesklasse verliert der VfB 0:2. Resignation und Enttäuschung bei allen Mannschaftsteilen zu spüren.

Enttäuschung: Der VfB Artern verliert beim SV Bielen 0:2 und bleibt auch weiterhin punktlos.

Enttäuschung: Der VfB Artern verliert beim SV Bielen 0:2 und bleibt auch weiterhin punktlos.

Foto: Sebastian Fernschild

„Fehlstart. Einfach ein Fehlstart. Da müssen wir nicht drumherum reden. Aus den vergangenen beiden Spielen wollten wir vier Punkte holen, nun ist es nicht einer. Mit der Leistung heute, muss man sagen, fehlt das Landesklasse-Niveau. Uns fehlen viele Spieler, das ist klar und auch nicht zu verachten. Aber dennoch müssen wir es irgendwie kompensieren, was uns im Moment nicht gelingt“, ist Matthias Köpp, Trainer der Arterner Landesklasse-Fußballer nach der 0:2-Niederlage beim SV Bielen alles andere als zufrieden.

Mittlerweile sind fünf Spiele absolviert. Fünf Möglichkeiten für die Salinestädter. Nach den anfänglichen guten Auftritten gegen Mannschaften aus der oberen Region, die nach eigenen Angaben um den Aufstieg mitspielen wollen, war der Auftritt gegen Bielen nicht wirklich Landesklasse-tauglich, was Köpp auch bestätigte. Es gibt gegenwärtig im Team kaum jemanden, der ein Tor schießen kann. Das wurde auch schon zu Hause gegen die SpG An der Lache offensichtlich, wodurch das Spiel in letzter Minute noch verloren wurde.

Zwar muss der Arterner Trainer Woche für Woche eine andere Mannschaft auf den Platz stellen, das soll aber keine Generalentschuldigung sein. Acht Spieler sind verletzt, vor allem der Ausfall von Jan Niklas Beyer schmerzt und ist deutlich sichtbar.

Der Unterschied trug den Namen Keven Ball

In der ersten Halbzeit beim SV Bielen war das Fußballerische eher Schmalkost, auf beiden Seiten. Es gab einen Unterschied, der hieß Keven Ball. Der Bielener Torjäger machte seine Treffer sechs und sieben in der laufenden Saison und ist damit Führender der Torjägerkrone. Seine beiden Treffer reichten den Hausherren, um den dritten Sieg in dieser Spielzeit zu holen.

Aber Ball musste im zweiten Durchgang bereits nach fünf Minuten runter, da er wiederholt foulte und Gelb-Rot sah. Ob dieser Entscheidung konnte er sich kaum beruhigen und machte unmissverständlich seinem Unmut Luft, was, gelinde gesagt, nicht für alle Ohren bestimmt war.

Artern versuchte in numerischer Überzahl doch noch den Anschluss zu schaffen, um dann auf die Nervosität der Gastgeber zu hoffen. Aber es gelang nicht. Auf der einen Seite mangels Können, auf der anderen durch die Abgeklärtheit von Bielen. „Sie haben das echt gut gemacht. Die älteren Haudegen dort wissen, wie man einen Vorsprung verteidigt. Wir sind oft ins offene Messer gelaufen. Wir müssen einfach viel zu viel investieren, um Chancen zu bekommen. Das muss sich schnell ändern“, erklärte Köpp weiterhin. Spieler Tom Schlotthauer stand daneben und konnte ihm nur beipflichten und ebenso hoffen.