Arterner Triathlet Knopf nach Laufpause wieder voll da

Sebastian Fernschild
| Lesedauer: 2 Minuten
Stephan Knopf während seiner Therapie. Hier gerade mit der Magnetfeld-Methode. 

Stephan Knopf während seiner Therapie. Hier gerade mit der Magnetfeld-Methode. 

Foto: Flora Linstedt

Artern.  Der Arterner Triathlet befürchtete einen Ermüdungsbruch, der sich aber nicht bestätigte. Training wieder möglich für den Ironman

Es ist recht ruhig um ihn geworden. Dafür, dass er eigentlich im Moment auf sein großes Ziel – den Ironman Mallorca – fokussiert ist. Aber der Arterner Triathleten Stephan Knopf hat dafür einen Grund. „In den letzten vier Wochen habe ich keine einzige Laufeinheit absolviert und einige haben mich bereits angeschrieben, warum das so ist. Ich war zuvor mit vielen kleinen und großen Einheiten quasi im geplanten Trainingsrausch‍️. Aber dann merkte ich Mitte März bereits ein leichtes Zwicken und Ziehen in der rechten Wade. Als ich dann aufgrund großer Schmerzen einen Zehn-Kilometer-Koppellauf abbrechen musste, machte ich mir ernsthaft Sorgen“, erzählt Knopf. Anfänglich und nach ärztlicher Untersuchung (Röntgen, MRT) stand der Verdacht eines Ermüdungsbruches im Raum. Doch das hat sich nicht bestätigt. „Zum Glück. Das wäre eine sehr langwierige Geschichte geworden und das Jahr wäre wohl gelaufen gewesen“, so der Arterner.

Die Schmerzen in der Wade scheinen von einer Knochenhautentzündung/Schienbeinkantensyndrom zu kommen. Auslöser dafür können lange Läufe oder hohe Intensität auf dem Laufband sein. Knopf bekam eine strikte Laufpause verordnet. Radfahren, Schwimmen und alternative Bewegung, welche die betroffene Stelle nicht belastet, waren hingegen ausdrücklich erlaubt. „Im Verlauf lernte ich für mich völlig neue Behandlungsmethoden kennen. Neben meinen Basics kamen mehrmals täglich Magnetfeldtherapie sowie Flossing hinzu“, lernt auch Knopf nie aus. Beim Flossing wird die schmerzende Stelle für kurze Zeit mit einem Band abgeschnürt, um die Blutzufuhr zu begrenzen. Nach dem Lösen wird das Gewebe durch die einfließende Flüssigkeit „gespült“ und soll so schneller regenerieren.

Der Heilungsprozess schreitet voran und Knopf merkt Fortschritte. So wird er in den kommenden Tagen wieder locker ins Lauftraining einsteigen. Wie jede Verletzung, wirft auch Knopf so etwas zurück. Beim Laufen hatte er zuletzt einen Sprung gemacht und war topfit. „Aber ich denke die Laufpause kann auch Vorteile gebracht haben. So konnten sich meine Sehnen, Knorpel mal vollständig regenerieren und ich bin wieder hungrig auf Lauftraining“, sieht Knopf immer etwas Positives. Zudem hat er in den vergangenen Wochen viele Radkilometer abgespult, was sich positiv auf seine Leistung im Wettkampf auswirken wird. „Besser als jetzt in der Corona-Zeit konnte der Zeitpunkt für so eine Verletzung nicht sein. Auch das gehört zum Sport dazu. Sowas bringt Erfahrung mit sich und ich bin mir sicher, gestärkt und mit neuer Motivation zurückzukommen“, gibt er sich kämpferisch.