Jena/Meuselwitz. Wie die Trainer Andreas Patz und David Bergner das Regionalligaduell FC Carl Zeiss Jena gegen den ZFC Meuselwitz sehen

Sie sind die höchstklassigen Thüringer Fußball-Mannschaften: der FC Carl Zeiss Jena und der ZFC Meuselwitz. Am Mittwoch treffen sie ab 19 Uhr im Nachholspiel der Regionalliga im Ernst-Abbe-Sportfeld aufeinander. Die Begegnung im Vorabcheck:

Die Trainer über den Gegner

Jena-Coach Andreas Patz weiß um die Stärke des ZFC Meuselwitz: „Ich habe mir Meuselwitz schon ein paar Mal angeschaut. Unter David Bergner haben sie sich stabilisiert. Bei TeBe drei Tore zu schießen, zeigt auch, dass die Mannschaft will und kann. Wir erwarten einen heißen Tanz mit Derby-Charakter.“

Meuselwitz-Trainer David Bergner sieht die Jenaer als eine gute Mannschaft mit großer individueller Qualität, „die aber ihren eigenen Ansprüchen etwas hinterher läuft“. Dennoch sieht der ZFC-Trainer den FC Carl Zeiss als Favorit an. David Bergner freut sich auf das Spiel, auf die Flutlicht-Atmosphäre.

Die Tabellensituation

Jena ist als Vierter gegenüber dem 14. aus Meuselwitz natürlich Favorit. In den zurückliegenden vier Spielen holten beide Mannschaften aber jeweils acht Punkte.

Die Bilanz

24 Mal gab es das Duell: 16 Mal gewann Jena bei fünf Niederlagen. Aber: Der ZFC kann auch beim FCC gewinnen – zuletzt beim 2:0 im Februar 2016. Meuselwitz-Trainer damals war noch Heiko Weber.

Das Lazarett

Beim FC Carl Zeiss Jena ist der Einsatz von Leon Bürger fraglich. Zum Glück ergab die MRT-Untersuchung, dass sich der Mittelfeldspieler gegen Babelsberg nicht schlimmer verletzt hat. Er konnte bisher dennoch nur individuell trainieren. Maurice Hehne (Corona) und Vasilios Dedidis (Knöchelbruch) fallen definitiv aus. David Bergner kann aus dem Vollen schöpfen. „Wir mussten zuletzt sogar einige Spieler zu Hause lassen.“ Nur Dominik Bock scheint das Pech gepachtet zu haben. Erst Knie, jetzt Ellbogen.

Die Torjäger

Beim FC Carl Zeiss Jena ist Fabian Eisele der Mann für die Tore, erzielte gegen Babelsberg trotz Einwechslung wegen Trainingsrückstandes bereits seinen 14. Saisontreffer. Er dürfte gegen den ZFC wieder in die Startformation rücken.

In Meuselwitz sorgt Florian Hansch für Torgefahr. Im Sommer vom VfB Auerbach verpflichtet, durfte der 26-Jährige wettbewerbsübergreifend elfmal im Trikot des ZFC in dieser Spielzeit jubeln. Lief es in den ersten acht Partien (ein Treffer) noch gar nicht, durfte Hansch in den vergangenen drei Spielen jubeln.

Die Spielweise

Natürlich wird der FCC wie so oft die tonangebende Mannschaft sein. Eine einseitige Partie erwartet FCC-Coach Andreas Patz aber nicht. Meuselwitz sei sehr variabel, könne durchaus auch sehr hoch verteidigen und Druck aufbauen.

Da müsse man kein Prophet sein, um vorherzusagen, „dass die Jenaer des Öfteren den Ball haben werden“, sagt auch Bergner. Der ZFC-Trainer hofft, „dass wir unsere Chancen nutzen können. Wir werden uns nicht hinten reinstellen, in Ballbesitz zeigen, was wir spielerisch können. Die Räume, die uns Jena lässt, anlaufen und bespielen.“

Alte Bekannte

In der Regel geht der Weg ja von Jena nach Meuselwitz. Einzige Ausnahme im FCC-Kader ist Jena-Kapitän Bastian Strietzel, der anderthalb Jahre für den ZFC kickte und dort auch Kapitän war. Bei René Eckardt ist es andersherum. Der jahrelange FCC-Spielführer wechselte im Sommer nach Meuselwitz und ist auch dort Kapitän. Außerdem waren folgende ZFC-Kicker früher für den FC Carl Zeiss aktiv: Nils Miatke, Niklas Jahn, Dominik Bock, Felix Müller, Luca Bürger und Laurens Zintsch.

Die Zuschauer

Wie schon gegen Babelsberg sind wieder 3000 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld unter 2G-Bedingungen erlaubt. Tickets gibt es im Onlineverkauf oder an den Abendkassen ab 17.15 Uhr. Die Stadiontore öffnen um 17.30 Uhr.