Dresden. Der Volleyball-Zweitligist gewinnt in Dresden mit 3:1 und freut sich nun auf ein echtes Spitzenspiel

Gothas Zweitligavolleyballer befinden sich nach der Winterpause weiter in der Erfolgsspur. Bei den unbequem zu bespielenden Ramfire Volleys Dresden siegten die Blue Volleys am Ende verdient mit 3:1 (-20; 18; 17; 19). „Den 1. Satz haben wir regelrecht verschlafen. Danach aber hat alles gepasst“, kommentierte Trainer Jonas Kronseder nach Spielschluss den verkorksten Beginn und den weiteren Verlauf der Partie.

Zunächst gelang den Gästen nicht viel, ein hoher Rückstand war die Folge. Der hohe anfängliche Rückstand war trotz der Steigerung nicht mehr zu kompensieren und die Hausherren holten sich den Auftaktsatz mit 25:20. Im 2. Satz blieb Harrison McBean, für Justus Krauße gekommen, auf dem Feld und für den etwas glücklos agierenden Kapitän Robert Werner begann Len Spankowski auf Außen/Annahme. Die Einwechslungen erwiesen sich als Volltreffer. Mit dem 4:1 erzielte der nur 1,80 Meter große Spankowski seinen ersten Angriffspunkt im Spiel und war danach ein Aktivposten seiner Mannschaft.

Dresden wird spürbar nervös

Es schien jetzt so, als stände eine andere Mannschaft als im Satz zuvor auf dem Feld. Die Annahme um den nun absolut sicheren Libero Max Stückrad stand stabil. Sichtlich überrascht von dieser Leistungssteigerung des Gegners, wurde Dresden zunehmend nervöser. Sukzessive bauten die Blue Volleys ihre Führung auf bis zu acht Punkte aus. Dominik Ducháč machte dann mit seinem Angriff den letzten Punkt zum 25:18-Satzausgleich.

Die zunehmende Nervosität bei den Gastgebern machte sich zu Beginn des 3. Satzes auch neben dem Spielfeld bemerkbar. Eine falsche Aufstellung wurde zu Protokoll gegeben. Zwar wurde dieser Fehler kurze Zeit später durch zwei Wechsel korrigiert, die Verunsicherung aber blieb. Sehr konzentriert wirkende Gothaer nutzten diese Phase, um sich erneut einen beruhigenden Vorsprung zu erspielen. Mit 25:17 ging auch dieser Abschnitt deutlich an die Blue Volleys.

Len Spankowski wird wertvollster Spieler

Der 4. Satz verlief dann wieder wesentlich umkämpfter und ausgeglichener. Besonders der Kapitän des VC Dresden, Paul Schneider, sorgte mit seinen Angriffen für Gefahr. Doch die Gäste behielten ihre Linie, punkteten regelmäßig und lagen bei der 2. Technischen Auszeit mit 16:12 vorn. Mit einem spektakulär die Linie herunter gezogenen Aufschlagass erhöhte Ducháč danach auf 17:12, eine Vorentscheidung. Spankowski, sonst meist nur Einwechselspieler, nutzte seine Einsatzchance mit einer Klasseleistung und wurde am Ende sogar mit der MVP-Auszeichnung belohnt.