Nordhausen. Karl-Heinz Steglich, auch gerne Kalle genannt, ist beim SVC Nordhausen nicht wegzudenken. Am Freitag wird er 70 Jahre.

„Ich bin zwar der Präsident des Vereins, auf mich kann man aber verzichten. Auf Kalle aber auf keinen Fall. Er ist wahrlich einer, der nicht ersetzbar ist und für den Verein so viel geleistet hat“, sagte Uwe Törpe über den Jubilar Karl-Heinz Steglich, der in Volleyballkreisen Kalle genannt wird, und am Freitag 70 Jahre alt wird und auch weiterhin dem SVC Nordhausen die Treue hält.

Steglich kam nach erfolgreichem Abschluss seines Sportstudiums an der DHfK in Leipzig 1979 nach Nordhausen. Dabei übernahm er beim DTSB die Stelle des Kreissportlehrers im Nachwuchsleitungszentrum Volleyball, die er bis 1987 innehatte. Parallel war er Trainer der Volleyballmannschaft der BSG Nobas Nordhausen. Nachdem die Mannschaft der BSG Aktivist Nordhausen 1986 den Aufstieg in die DDR-Volleyball-Oberliga geschafft hatte, wurde er Assistenztrainer von Hendrik Kuntz.

Karl Heinz Steglich ist nicht wegzudenken aus dem Nordhäuser Volleyball.
Karl Heinz Steglich ist nicht wegzudenken aus dem Nordhäuser Volleyball. © Archiv | Christoph Keil

Im März 1987 begann er außerhalb des Sports seine berufliche Tätigkeit im VEB Schachtbau Nordhausen, die er bis zu seiner Pensionierung ausübte.

Ehrenamtlich übernahm er 1989 als verantwortlicher Trainer die 1. Mannschaft von Aktivist in der DDR-Oberliga und führte sie 1990 in die Meisterschaftsendrunde, die mit der Qualifikation für den CEV-Europapokal verbunden war. Unter dem neuen Namen „SSV Nordhausen“ kam es gegen Pallavollo Lugano zu den ersten beiden Spielen im Europapokal, die beide gewonnen wurden. In der nächsten Runde war dann bei den italienischen Vollprofis von Petrarca Padua Endstation.

Als Trainer in der 2. Bundesliga verantwortlich

Ab 1991 spielte der SSV Nordhausen unter seiner Verantwortung in der 2. Bundesliga und war dabei sehr erfolgreich, da sich der Verein immer in der Spitzengruppe halten konnte. Die Bundesligaspiele in Bad Lauterberg und später dann in der Ballspielhalle waren hinsichtlich ihrer großartigen Atmosphäre legendär. 1995 beendete Kalle Steglich seine Tätigkeit als Trainer der 1. Mannschaft und konzentrierte sich von da an auf die Nachwuchsarbeit im Verein. Seit der Gründung des Südharzer Volleyballclub (SVC) Nordhausen im Jahr 1996, der die Volleyballabteilung des SSV Nordhausen übernahm, ist er mit großem Engagement im Nachwuchsbereich tätig. Sowohl als Nachwuchsverantwortlicher und als Trainer. Auch als langjähriges Mitglied des Vorstandes hat er durch seine Arbeit erfolgreich zur Entwicklung des Vereins wesentlich beigetragen. Darüber hinaus ist er als Landesjugendwart des Thüringer Volleyballverbandes aktiv.

Zahlreiche Länderspiele nach Nordhausen geholt

Als Leiter des Organisationsteams hatte er großen Anteil an der erfolgreichen Durchführung von Volleyball-Länderspielen in der Nordhäuser Wiedigsburghalle. Eine Liste, die sich sehen lassen kann: USA 1998 und 2013, Japan 2001, Griechenland 2002, China 2008, Spanien 2009 und 2012, Russland 2010, Italien 2014 und Griechenland 2014.

Auch die gesamte Organisation des Spielbetriebes in der Wiedigsburghalle lag in seinen Händen. Als Trainer und Betreuer im Nachwuchsbereich war er mit seinen Mannschaften immer wieder auf Achse.

„Möglich war das alles nur, weil Kalle ein unglaublich zuverlässiger Zeitgenosse war und ist, der seine Aufgaben immer mit Zielstrebigkeit, Ruhe, Kollegialität und Engagement bewältigt hat, bis heute. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn er irgendwann gar nichts mehr machen wird“, sagte Törpe. Mit einem besonders großen Blumenstrauß wird der Präsident zu Besuch bei Steglich sein.

SVC-Männer wollen nach erneuter Niederlage zu Hause den Bock umstoßen

Es soll für die Nordhäuser Volleyballer in der Regionalliga Ost im neuen Jahr einfach nicht sein. Auch am dritten Spieltag des Jahres 2024 gab es keine Punkte. Dabei konnte das Rumpfteam an die gute Leistung aus der Vorwoche anknüpfen, versäumte es dabei aber, sich mit einem durchaus möglichen Satz- oder Punktgewinn beim SV Reudnitz zu belohnen. Durch das 0:3 bleibt auch in der Tabelle alles wie gehabt, der SVC belegt weiterhin Rang 10.

Die verbliebenen SVC-Akteure zeigten über die gesamte Spielzeit von 77 Minuten eine couragierte Leistung, trotz teilweise ungewohnter Aufgabenverteilung auf dem Spielfeld.

„Wir haben mega Volleyball gespielt, am Ende waren wir zu doof, um zu gewinnen. Der Auftritt macht jedoch Mut für das nächste Spiel am kommenden Sonntag“, so Trainer Chris Kampmeyer. Dann geht es vor heimischer Kulisse gegen den GSVE Delitzsch II. Um 15 Uhr gibt der Meister aus der vorherigen Spielzeit seine Visitenkarte in der Ballspielhalle ab. Der Coach will mit einer vergleichbaren Leistung und möglichst vollzähligem Kader „endlich den Bock umstoßen“ und den ersten Erfolg im neuen Kalenderjahr verbuchen.

Bereits am Samstag ab 11 Uhr gastieren die SVC-Frauen bei den jungen Talenten der Volley Juniors III in Erfurt in der Verbandsliga.

jm