Aufbau Altenburg: Nächster Rückschlag in Apolda

Apolda.  In der Handballoberliga verlieren die Frauen des SV Aufbau Altenburg das Kellerduell bei der SG Apolda/Großschwabhausen 21:23.

Claudia Voigt am Ball

Claudia Voigt am Ball

Foto: Mario Jahn

Die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg haben das Thüringen-Derby gegen die SG Apolda/ Großschwabhausen verloren. Bei den Gastgebern unterlagen die Skatstädterinnen knapp mit 21:23 – dabei gingen sie kurz vor Spielende sogar in Führung.

Das Trainerduo Ronny Bärbig/Antonio Rohr reiste fast mit vollem Kader in die Glockenstadt. Das Ziel war klar formuliert – genau wie im Heimspiel wollte man beide Punkte für sich beanspruchen. Und genau wie damals entwickelte sich wieder eine kämpferisch betonte Partie. Gleich zu Beginn gab es auf beiden Seiten reihenweise Verwarnungen, sodass kaum ein ansehnlicher Spielfluss zustande kam. Keine der beiden Mannschaften konnte sich deutlich absetzen, wenngleich das Momentum vor der Pause eher bei den Gastgebern lag.

Zwar konnten sich die Apoldaer mit 6:3 absetzen, doch die Ostthüringerinnen bewiesen eine tolle Moral, kämpften sich immer wieder in die Partie und glichen sowohl beim 7:7 als auch später beim 9:9 wieder aus. Bis zum Pausentee gelangen den Hausherrinnen dann aber noch zwei Treffer, sodass es für die Aufbau-Sieben nach 30 Minuten mit kleinem Rückstand in die Kabine ging.

Bis zur 47. Minute vermochten es die Altenburgerinnen dann jedoch nicht, den Ausgleich wiederherzustellen, sodass sich Apolda etwas auf seinem Vorsprung ausruhen konnte. Mit dem dritten Tor von Nancy Beine und dem 17:17 war die Partie dann aber endgültig wieder offen – und es waren noch mehr als zehn Minuten zu spielen.

Fortan wechselte die Führung munter hin und her. Durch das fünfte Siebenmetertor von Laura Moosdorf ging Aufbau nochmals in Führung: Ein 20:21 leuchtete bei Minute 57:10 auf der Anzeigetafel – an Dramatik war das Derby der beiden Thüringer Vertreter in der Mitteldeutschen Oberliga nun kaum mehr zu überbieten.

Leider erhielten die Aufbau-Damen dann aber erneut eine Zeitstrafe und verhaspelten sich bei gleich zwei Angriffen in Folge, sodass Apolda am Ende mit großer Mühe doch noch als Sieger aus der Partie hervorging. „Die Moral meiner Mannschaft war top, die Einstellung war auch klasse. Am Ende des Tages wäre mehr möglich gewesen, vor allem wenn wir unsere klaren Chancen genutzt hätten“, bilanziert Bärbig und sprach damit auch die vier vergebenen Siebenmeter an. Mit der erneuten Niederlage scheint der vorletzte Tabellenrang für diese Saison bereits besiegelt, denn in den drei noch offenen Partien müsste die Bärbig-Sieben jedes Mal doppelt punkten und zudem hoffen, dass Apolda oder Rückmarsdorf keinen einzigen Punkt mehr einfährt.

Dagegen spricht einerseits die Liste an Gegnern – mit Rödertal, Riesa und Dessau warten der Tabellenerste sowie zwei Mannschaften aus dem Mittelfeld – und andererseits die fehlende Cleverness des Altenburger Teams, die während der Spielzeit zu viele Pluspunkte kostete.

Aufstecken gilt dennoch nicht. „Wir werden die letzten Partien in Liga vier nochmal voll angreifen. Wir haben nichts zu verlieren und wer weiß, vielleicht reicht am Ende Rang neun, um die Klasse zu halten“, blickte Cheftrainer Bärbig optimistisch in die Zukunft.

Aufbau: Perkowski, Wachler - Foksova (3 Tore), Kühnel (2), Klöppel, Moosdorf (6/5), Voigt (5), Beine (3), Mahnstein, Pörsel, Talarova, Hoffmann (1), Bärbig (1/1).