Aufstieg? „Aktuell ist das kein Thema“

Mosbach.  Der Mosbacher SV geht erstmals als Kreisoberliga-Herbstmeister in die Winterpause. Väter des Erfolges sind Silko Fischer und Detlef Ortlepp, die seit 2007 als Trainerduo arbeiten.

Mosbachs erfolgreiches Trainerduo: Detlef Ortlepp und Silko Fischer

Mosbachs erfolgreiches Trainerduo: Detlef Ortlepp und Silko Fischer

Foto: Mike El Antaki

Seit dem Mosbacher Neubeginn mit einer eigenen Fußballmannschaft im Jahr 2007 haben Silko Fischer und Detlef Ortlepp als Trainergespann beim MSV das Sagen. Von der 2. Kreisklasse führte das eingespielte Duo das Team bis in die Kreisoberliga, in der mit dem Herbstmeistertitel nun ein neuer Höhepunkt erreicht wurde. Nach dem überzeugenden 3:1 im Spitzenspiel gegen Siebleben sprachen wir mit den erfolgreichen Trainern.

Platz eins behauptet und Führung ausgebaut. Da dürfte es ja demnächst eine sehr fröhliche Weihnachtsfeier werden.

Fischer: Die Feier am 21. Dezember in der Gaststätte am Waldbad stand auch vorher schon fest. Jetzt haben wir da natürlich einen Grund mehr, um anzustoßen.

Was hat heute den Ausschlag zum Sieg gegeben?

Ortlepp: Die ganze Truppe hat ein starkes Spiel gezeigt, alle haben ihre Sache glänzend gemacht. Ganz wichtig war, dass wir die beiden entscheidenden Sieblebener aus dem Spiel genommen haben, so wie wir es uns vorgenommen hatten. Herauszuheben ist in meinen Augen noch Fabian Brandau.

Hatten Sie mehr von Siebleben erwartet?

Fischer: Wir hatten uns schon mit denen beschäftigt, wussten, was auf uns zukommt. Wir mussten zunächst auf uns schauen, wie wir Max Bruder (d. Autor: Bänderriss im Fuß) auf der Sechs ersetzen konnten. Das hat David Häuschen klasse gemacht. Eigentlich ist unser Plan komplett aufgegangen. Wir haben hinten die Bälle gut erkämpft und vorn unsere Chancen fast alle genutzt.

Was bedeutet der Herbstmeisteitel?

Ortlepp: Dafür kann man sich nichts kaufen. Aber es ist für so einen kleinen Verein und die dufte Truppe eine schöne Sache, in der Winterpause die Liga anzuführen.

Wird Mosbach auch am Saisonende noch ganz oben stehen?

Fischer: Die Frage stellt sich momentan nicht. Wir sind froh, dass wir trotz unserer dünnen Personaldecke so eine hervorragende Hinrunde gespielt haben. Jetzt genießen wir erstmal unsere Weihnachtsfeier und dann schauen wir, was im Frühjahr noch geht.

Weshalb ist die Mannschaft stärker als in den Vorjahren?

Ortlepp: Unsere Abwehr hat sich enorm stabilisiert. Wir haben heute erst das 13. Gegentor gekriegt. Andy von Roda macht das hinten drin hervorragend, gibt die nötige Sicherheit. Zudem sind die Jungen wie Yannick Peterhänsel und Philipp Urban in der Liga angekommen.

Wer als Spitzenreiter ins neue Jahr geht, muss sich zwangsläufig mit dem Thema Aufstieg beschäftigen. Voriges Jahr hat Mosbach zum Stichtag verzichtet. Hat sich die Meinung zur Landesklasse geändert?

Fischer: Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich dazu noch keine Äußerung treffen. Wenn es soweit ist, werden wir mit dem Vorstand und der Mannschaft darüber reden.

Was spricht gegen einen Aufstieg?

Fischer: A ist die Spielerdecke viel zu gering. B gibt es einige, die nur einmal pro Woche trainieren können. Das reicht gegen Kontrahenten in der Landesklasse dann nicht mehr. Mit unserem Kader würden wir da oben vermutlich durchgereicht. Da müsste personell dann schon einiges passieren. Doch wie gesagt, aktuell ist das für uns kein Thema.

Es droht noch der Abzug von zwei Punkten, falls Mosbach bis Ende Mai 2020 keinen weiteren Schiedsrichter ausbilden lässt. Tut sich da etwas?

Fischer: Natürlich sind wir bemüht, auch die Spieler fragen in ihrem Bekanntenkreis nach. Aber es ist doch bekannt, wie schwierig es ist, einen oder gar mehrere Schiedsrichter zu finden.

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