Aus der Traum: Turn-WM ohne Erfurter Nils Dunkel

Erfurt  Eine Fußverletzung verhindert die Teilnahme des Erfurters Nils Dunkel an der Turn-WM in Stuttgart. Bundestrainer nominiert Quintett. Ländervergleich als Generalprobe.

Nils Dunkel hat sich am Fuß verletzt und verpasst deshalb die Weltmeisterschaft.

Nils Dunkel hat sich am Fuß verletzt und verpasst deshalb die Weltmeisterschaft.

Foto: Sascha Fromm

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Der Traum von der Teilnahme an der Heim-Weltmeisterschaft ist für den Erfurter Turner Nils Dunkel geplatzt. Cheftrainer Andreas Hirsch hat die Mannschaft für die WM in Stuttgart (4. bis 13. Oktober) nominiert – ohne den 22 Jahre alten Thüringer.

Neben den bereits berufenen Marcel Nguyen (Unterhaching), Andreas Toba (Hannover) und Karim Rida (Berlin) hat der Bundestrainer mit Nick Klessing (Halle) und Lukas Dauser (Unterhaching) die letzten beiden Teamplätze benannt.

Dunkel hatte sich vor wenigen Tagen eine Fußverletzung zugezogen. Der Bundestrainer zögerte daraufhin die Nominierung hinaus, um dem Erfurter die Chance zu geben, sich für die WM-Teilnahme zu empfehlen. Trotz intensiver physiotherapeutischer Behandlung gelang es allerdings nicht, wieder rechtzeitig fit zu sein. Die Befürchtung, erneut umzuknicken, war noch im Kopf und hemmten Dunkel in der Übungsausführung zu stark.

„Es ist sehr schade. Ich habe mich im Training sehr gut vorbereitet. Leider konnte ich diese Leistung zu den deutschen Meisterschaften nicht zu 100 Prozent im Wettkampf zeigen. Die zweite Qualifikation war zwar gut, hat aber noch nicht für eine frühzeitige Normierung gereicht“, sagte der Sportsoldat und ergänzte: „Nun kam die Fußverletzung hinzu. Ich habe gekämpft und versucht, alles zu geben. Leider hat es am Ende nicht gereicht.“ Bei der zweiten Qualifikation vor drei Wochen im Bundesleistungszentrum in Kienbaum war der EM-Vierte von 2018 hinter Toba und Rida Dritter geworden und durfte sich Hoffnungen auf einen WM-Start machen – bis er sich nun eine Fußverletzung zuzog.

Vor dem WM-Auftakt am 4. Oktober findet am kommenden Samstag in Backnang noch ein Ländervergleich gegen die Teams aus Rumänien und Großbritannien statt. Der Länderkampf ist für das Quintett Toba, Rida, Nguyen, Dauser und Klessing die WM-Generalprobe.

„Dies sind die Turner, die sich aktuell nach unseren Nominierungskriterien durchgesetzt haben. Wir befinden uns nach wie vor im Vorbereitungsprozess“, erklärte Cheftrainer Andreas Hirsch in einer DTB-Mitteilung nach dem letzten Test im Trainingslager in Kienbaum.

Laut Hirsch nimmt der Unterhachinger Felix Remuta die Position des Reserve-Turners ein. Eine kleine Einschränkung gibt es noch bei der Festlegung: Der Länderkampf soll letzten Aufschluss darüber geben, „ob die Mannschaft so funktionieren“ kann. Nguyen hat immer wieder einmal mit Schulterproblemen zu kämpfen. Deutschlands Teamkapitän Dauser hat sich auf den letzten Drücker seinen lange infrage stehenden Traum von der WM-Teilnahme erfüllt. Der in Berlin trainierende Barren-Spezialist hatte sich am 18. Juni den Mittelhandknochen gebrochen.

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