Aus Japan über Mainz zum FC Carl Zeiss Jena

Antalya.  Kenta Kambara ist Zeugwart beim Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena. Nach Deutschland kam er vor drei Jahren.

Zeugwart Kenta Kambara

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Foto: Tino Zippel

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Dass die Carl-Zeiss-Fußballer inzwischen „Guten Tag“ und „Dankeschön“ auf Japanisch verstehen, verdanken sie ihrem Zeugwart. Kenta Kambara sorgt seit über zwei Jahren dafür, dass sich die Spieler auf den Fußball konzentrieren können. Wäsche waschen und wieder zusammenlegen, Materialen vorbereiten und Fußballschuhe reinigen gehört ebenso zu seinen Aufgaben wie das Bereitstellen von Getränken, was unter der türkischen Sonne Antalyas nicht selten erforderlich ist. „Obwohl ich es nicht machen müsste, bringe ich für die Erwärmung auch die Hütchen, Leibchen und Bälle auf den Platz“, sagt der bescheidene 28-Jährige, der erst vor drei Jahren nach Deutschland kam.

In seiner japanischen Heimat war Kenta beim FC Gifu in ähnlicher Funktion tätig, doch der professionelle Fußball in Deutschland reizte ihn. „Ich kam nach Mainz, fing an Deutsch zu lernen und dann schrieb ich viele Bewerbungen an Dritt- und Viertligisten. Jena lud mich ein zum Gespräch und ich durfte dort anfangen“, sagt der Fußballfan, der mit Genki Haraguchi von Hannover 96 befreundet ist.

Er ist gern mit dem Jenaer Team zusammen, seine Arbeit sei spannend, wenn auch anstrengend. Ebenso hat die Stadt Jena Kentas Herz gewonnen. Durch die Universität habe er regelmäßig mit Landsleuten zu tun. Und auch wenn es in Jena einige Sushi-Bars gibt, so bevorzugt Kenta lieber den Gang zum einzigen japanischen Restaurant der Stadt. Dort kann er den Mitspielern dann weitere Worte aus seiner weit entfernten Heimat beibringen.

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