Behringen/Sonneborn mit Ladehemmung

Behringen.  Weil im Angriff die Säge klemmt, verliert der Handball-Thüringenligist gegen den Tabellenzweiten Hermsdorf klar mit 19:29.

Von den Behringern (re. Oscar Zika) ließ sich Hermsdorf nicht stoppen. Sechsmal traf der starke Paul Götze (li.) für den Gast.

Von den Behringern (re. Oscar Zika) ließ sich Hermsdorf nicht stoppen. Sechsmal traf der starke Paul Götze (li.) für den Gast.

Foto: SV Hermsdorf

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Wer im schnellen Handball der 2000er Jahre nur 19 Tore wirft, der darf sich nicht über eine Niederlage beschweren. Das war nach der Schlusssirene am Samstagabend allen im Lager des SV Behringen/Sonneborn klar. Erneut klemmte im Angriff die Säge, so dass dem Gast aus Hermsdorf sogar eine durchschnittliche Leistung genügte, um aus der Hainich-Halle mit einem 29:19 (14:10) ungefährdet zwei Punkte mitzunehmen.

Dabei hatten sich die Hausherren nach dem 21:26 zum Jahresausklang ganz viel vorgenommen und wollten mal wieder einen Großen der Liga zu Fall bringen. Dass daraus nichts werden sollte, zeichnete sich frühzeitig ab. Nur in den ersten Minuten konnten Behringen den „Kreuzrittern“ die Stirn bieten. Das 5:4 durch Clemens Jähnig (8.) war die letzte Führung des T&C. Anschließend rissen die abgeklärter wirkenden Gäste das Heft an sich und lagen nach 26 Minuten mit 14:7 in Führung. Gegen den 2,03 m großen ukrainischen Ex-Profi Oleksandr Petrov, der insgesamt siebenmal einnetzte, fand die Abwehr der Gastgeber keine Mittel. Vorn war beim T&C das Fehlen von Mirko Brachmann, der nach seiner blauen Karte gegen Ronneburg zwei Spiele zuschauen muss, nicht zu kompensieren. Zu viel lastete (mal wieder) auf den Schultern von Tim Rodrian.

Hoffnung verflog kurz nach der Halbzeit

Spielerisch habe es in der ersten Hälfte gar nicht so schlecht ausgesehen, meinte Julian Kubald, jedoch sei die Chancenverwertung katastrophal gewesen, gestand der Außenspieler selbstkritisch ein. Auch zwei Siebenmeter verballerten die Hausherren bereits in den ersten zehn Minuten. Drei Tore hintereinander zum 10:14-Halbzeitstand ließen die Mannschaft zwar mit etwas Hoffnung in die Kabine gehen, doch die verflog nach Wiederbeginn ganz schnell. Nach zahlreichen Fehlwürfen und technischen Patzern wurde Behringen förmlich überrannt. Auch körperlich war der Gastgeber mit seinen vier eingesetzten A-Jugendlichen den robusten Ostthüringern sichtlich unterlegen. Petrov schraubte die Führung in der 38. Minute auf 18:11. Obwohl Gästetrainer Mario Kühne das Geschehen spätestens ab diesem Zeitpunkt relativ entspannt verfolgen konnte, verfiel er nach dem Spiel nicht in Jubeltiraden. „Wir haben oftmals sehr inkonsequent gespielt, so ein bisschen larifari“, resümierte der SVH-Trainer. Positiv zumindest, dass sich der T&C nie aufgab und um Schadensbegrenzung bemüht war. Bis zum 19:25 (54), das Youngster Jonas Schuchardt markierte, gelang das auch. Damit hatten die Gastgeber ihr Pulver jedoch endgültig verschossen.

Da Aufbau Altenburg überraschend den ThSV Eisenach II bezwang, rutschte Behringen/Sonneborn auf den zehnten Tabellenplatz ab. Das nächste Spiel bestreitet die Truppe von Trainer Christopher Kohls erst am 25. Januar erneut in eigener Halle. Dann kommt die HSG Werratal – also die nächste Chance, einem Medaillenaspiranten der Thüringenliga ein zu stellen.

Behringen: Schenk, Hübner - Zika 2, Keller 3, Schuchardt 2, S. Ehrhardt , Hellmund 2/1, Kubald 1, Babelotzky 1, Jähnig 1, Rodrian 6/3, Falkenau 1, Kaufmann.

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