Schlittensport

Bob- und Skeletonfahrer brechen Lehrgang in den USA ab

Vorzeitig abgereist sind die Bob- und Skeletonfahrer vom Trainingslehrgang aus Lake Placid. Die Rodler reisen gar nicht erst zum Testen nach La Plagne.

Thüringens Bobpilotin Mariama Jamanka hier beim Weltcup im Dezember in Lake Placid im Bundestaat New York.

Thüringens Bobpilotin Mariama Jamanka hier beim Weltcup im Dezember in Lake Placid im Bundestaat New York.

Foto: Hans Pennink / dpa

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Deutschlands Bob- und Skeletonfahrer sind vorzeitig aus ihrem Trainingslager in Lake Placid im US-Bundestaat New York abgereist. Der geplante Lehrgang der Rodler im französischen La Plagne wurde abgesagt. Der komplette Trainingsbetrieb der Schlittensportler wird damit bis 19. April erst einmal eingestellt.

Die Bob-Asse, darunter die Oberhofer Olympiasiegerin Mariama Jamanka, befinden sich seit Freitag wieder in der Heimat. Auch die Skeleton-Piloten, die bis Donnerstag noch auf der WM-Bahn von 2021 Material testen wollten, sind inzwischen zurück. Der Oberhofer Weltmeister Christopher Grotheer war übrigens nicht dabei. Er war nach der WM-Überraschung von Altenberg mit seiner Freundin nach Mexiko in den Urlaub geflogen. Auch Bobanschieber Paul Krenz war noch vor den Coronavirus-Restriktionen in die Ferien nach Thailand geflogen.

Die Freizeit für die aus den USA zurückgekehrten Sportlern finden nun zunächst einmal zuhause statt. Die vom 23. bis 28. März geplanten Trainerratssitzungen, auf denen ein Nachfolger für den gechassten Skeleton-bundestrainer Dirk Matschenz gefunden werden sollte, sowie die BSD-Präsidiums- und die Sportausschusssitzung wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Planmäßig eingestellt ist der Bahnbetrieb auf alle vier deutschen Kunsteisbahnen, darunter auch Oberhof. Es werden bis auf weiteres auch keine Bahnführungen für Besucher durchgeführt, erklärte der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD). Nur noch im „Minimalbetrieb“ arbeitet seit Montag auch die Verbandszentrale in Berchtesgaden.

„Unsere oberste Priorität ist es, dass sich keine unserer Athleten, Trainer, Betreuer oder Mitarbeiter einer unnötigen Gefahr aussetzen. Deshalb stellen wir unseren Geschäftsaktivitäten auf Notbetrieb um, erklärt BSD-Vorstandsvorsitzender Thomas Schwab.

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