Die Norm als Normalität beim Hallenmeeting in Erfurt

Erfurt.  Zahlreiche Erfurter Leichtathleten springen beim TLV-Hallenmeeting auf den Zug zu den deutschen Meisterschaften auf.

Neues Jahr, alte Sprintstärke: Sprinterin Lea Katzmarski vom Erfurter LAC (vorn) siegte über 60 Meter in 7,73 Sekunden und knackte damit die Norm für die U20-DM.

Neues Jahr, alte Sprintstärke: Sprinterin Lea Katzmarski vom Erfurter LAC (vorn) siegte über 60 Meter in 7,73 Sekunden und knackte damit die Norm für die U20-DM.

Foto: Theo Schwabe

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In Vorbereitung auf die deutschen Hallenmeisterschaften der Männer und Frauen in Leipzig und der U20 in Neubrandenburg knackten Erfurts Leichtathleten beim traditionellen 11. Hallenmeeting des Thüringer Leichtathletik-Verbandes (TLV) in heimischer Halle eine Reihe von Normen.

Allen voran Lea Sophie Benzin (Erfurter LAC), die sowohl im 60-Meter-Sprint in 7,59 Sekunden als auch über 200 Meter in 24,66 s ihr Ticket nach Leipzig löste. Die 20-jährige deutsche U20-Staffelmeisterin, die vom SC Neubrandenburg zum ELAC wechselte, blieb bereits im Vorlauf in 7,63 s unter der DM-Norm (7,65 s) und steigerte sich im Finale auf starke 7,59 s. Doch damit nicht genug: Auch über 200 m unterbot sie in 24,66 s die Norm (24,80 s). Für die Leistungen gab es von Trainer Gerhard Jäger ein großes Lob: „Lea ist eine Athletin, die Studium und Leistungssport bestens unter einem Hut bringt.“

„Die beiden neuen persönlichen Bestleistungen sollen noch nicht mein letztes Wort gewesen sein“, umriss die Lehramtsstudentin der Uni Erfurt ihre Hallenperspektive.

Ein flottes Tempo schlug auch Viertelmeiler Tobias Rex (ELAC) an. In 49,37 s blieb der 18-Jährige klar unter der DM-Norm von 50,40 s und löste somit das Ticket für Neubrandenburg. Und Rex hatte noch einen zweiten Grund zur Freude: Gemeinsam mit seinen Vereinskameraden Kevin Stadler und Marcel Lehmberg knackte er in 7:27,00 Minuten die Norm für die deutschen Hallenmeisterschaften über 3x1000 m. Dieser Wettbewerb wurde eigens für die Mittelstreckler von Trainer Enrico Aßmus ins Wettkampfprogramm aufgenommen.

Starke ELAC-Mädels

Am Norm-Reigen beteiligte sich auch die 18-jährige Mittelstrecklerin Lena Posniak (LAC). Die deutsche U18-Jugendmeisterin über 800 m von 2017 sicherte sich zunächst auf ihrer Spezialstrecke in 2:19,42 min die U20-Norm und wartete dann über 400 m in 57,93 s mit einer neuen persönlichen Hallenbestzeit und einer weiteren Normerfüllung auf.

Siebenkämpferin Helen Eigner (ELAC) durfte sich ebenfalls freuen. Die 18-Jährige trumpfte in ihrer Spezialdisziplin auf und sprintete in 9,01 s durch den 60-m-Hürdenwald. Damit hatte sie auf Anhieb die DM-Norm (9,10 s) für Neubrandenburg erfüllt. Beim Weitsprung lief es trotz des Erfolgs von 5,56 m nicht so optimal, fehlten ihr doch bis zur DM-Norm noch 24 Zentimeter.

Der Umstieg für Marie Herre (ELAC) ins Dreisprunglager hat sich gelohnt. Gleich im ersten Versuch ließ die 16-Jährige respektable 11,88 m vermessen. Das waren acht Zentimeter mehr als die geforderte DM-Norm. Auch die weiteren fünf Versuche deuteten an, das bereits bei den Landesmeisterschaften noch größte Flüge in die Grube angesagt sind.

Die Norm als Normalität – das galt mit Lea Katzmarski für ein weiteres Leichtathletik-Talent des Erfurter LAC. Die deutsche U16-Meisterin stürmte bereits im Vorlauf über 60 m in 7,77 s überlegen zum Erfolg und hatte damit die DM-Norm in 7,90 s in der Tasche. Im Finale war sie noch einmal vier Hundertstel schneller und siegte klar in 7,73 s.

Mit Franz Bergmann vom ASV Erfurt sprintete noch ein weiterer Lokalmatador nach Neubrandenburg. Um gerade eine Hundertstelsekunde blieb der 19-Jährige im Vorlauf über 60 m in 7,14 s unter der geforderten DM-Norm. Im Finale blieben dann die Uhren bei 7,19 s stehen.

Am 18. Januar dreht sich das Leichtathletik-Karussell in der Erfurter Leichtathletikhalle mit den Mehrkampf- und Winterwurfmeisterschaften weiter. Dazu stehen auch noch Einladungswettkämpfe im Langsprint und über 800 Meter auf dem Programm, um sich für die nationalen Titelkämpfe in Schwung zu bringen.

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