Meisterschaften in Berlin 2020 das Ziel

Gera.  Die Geraerin Lena Eichler hat es nicht bereut nach Erfurt ans Sportgymnasium zu gehen. Bald sollen die nächsten Rekorde fallen

Schwimmen. Die elfjährige Lena Eichler vor ihrer Pokal- und Medaillenwand in ihrem Kinderzimmer in Gera-Untermhaus.

Schwimmen. Die elfjährige Lena Eichler vor ihrer Pokal- und Medaillenwand in ihrem Kinderzimmer in Gera-Untermhaus.

Foto: Jens Lohse

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Nur noch vier Geraer Schwimmer lernen und trainieren am Erfurter Sportgymnasium. Einziges Mädchen und zugleich jüngste des Quartetts ist Lena Eichler. Die Elfjährige schwimmt weiterhin für den SV Gera und hat ein überaus erfolgreiches Wettkampfjahr hinter sich. „Ich habe den Wechsel an das Sportgymnasium nicht bereut, auch wenn es schon hart ist, mit zehn Jahren von zu Hause wegzugehen. Aber ich sehe meine Eltern jedes Wochenende“, sagt Lena Eichler, die 2019 alles gewann, was es zu gewinnen gab.

Auf der 50 m-Bahn holte sie sich im Sommer in Erfurt sechs Thüringer Jahrgangsmeistertitel. Auf der Kurzbahn im November in Gotha war sie noch erfolgreicher und stand achtmal ganz oben auf dem Podest. Über 50 m Rücken wurde sie als eine der jüngsten Starterinnen Thüringer Kindermeisterin.

„Brust ist meine Lieblingslage. Allerdings bin ich derzeit im Rückenschwimmen besser“, verrät Lena Eichler, die in diesem Jahr auch zwei Thüringer Altersklassenrekorde aufstellte. Über 100 m Rücken glänze sie in Wuppertal in 1:13,39 Minuten und ließ wenig später in Erfurt eine Landesbestmarke über 50 m Rücken (34,93 s) folgen.

Bei Jana Kiefner hatte Lena Eichler das Schwimmen erlernt. Damals war sie noch mehr Triathletin und Crossläuferin. Übungsleiter Ingo Kuschicke hatte sie für diesen Sport begeistert. Fortan trainierte sie zweigleisig – sowohl bei den Triathleten des TSV 1880 Zwötzen als auch bei den Schwimmern des SV Gera. Zweigleisig waren auch die Erfolge. Allein 33 Goldmedaillen durfte sie sich 2017 umhängen lassen, wurde Thüringer Meisterin im Duathlon und Triathlon, schwamm sechs E-Kader-Zeiten des Thüringer Schwimmverbands, setzte sich in der Mitteldeutschen Triathlon-Kinderrangliste durch und hatte in der Osterlandcross-Serie die schnellsten Beine.

Gut möglich, dass im Becken bald die nächsten Rekorde purzeln, was auch daran liegen könnte, dass das Training in Erfurt bei dem aus Kempten gekommenen Erik Hanold viel Spaß macht. „Da weht ein frischer Wind in der Schwimmhalle. Die Kinder mögen ihn“, sagt Steve Eichler. Seine Tochter hat auch 2020 viel vor. Sie will sich für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin qualifizieren. Die 34,93 s über 50 m Rücken in Erfurt vom 30. November hätten schon als Norm gereicht. Doch begann die Qualifikationszeitraum erst einen Tag, so dass Lena Eichler diese Zeit nochmals bestätigen muss.

In der Hauptstadt will sie dann mit Top Ten-Platzierungen aufwarten. Der Papa hat für den Mai schon Urlaub eingereicht, um in Berlin vor Ort sein zu können.

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