Ein cooles Spiel: Weimarer Basketballer erwarten die BG Leitershofen

Weimar.  Revanche soll heute her gegen die BG Leitershofen. Die Korbjäger von Culture City Weimar haben das Hinspiel nicht vergessen.

Der Weimarer Cheftrainer Marius Linartas erwartet eines der stärksten Teams der Liga, die BG Leitershofen.

Der Weimarer Cheftrainer Marius Linartas erwartet eines der stärksten Teams der Liga, die BG Leitershofen.

Foto: Jürgen Scheere

Wenn Marius Linartas ans Hinspiel denkt, stehen beim Trainer der Basketballer von Culture City Weimar bis heute die wenigen grauen Haare zu Berge. In Leitershofen lagen seine Jungs zwischenzeitlich mit stolzen 21 Punkten hinten. Doch mit enormer Moral kämpfte man sich weiland zurück ins Spiel, ging beim Stand von 88:88 sogar in die Verlängerung – um dann dort zu verlieren.

Sechs Punkte lag man gar vorn in jener Verlängerung, um dann doch den Kürzeren zu ziehen. Weil die Kräfte damals schwanden. „Wir hatten damals eine verdammt lange Fahrt in den Knochen“, erinnert sich Hagen Schmidt, der Co-Trainer der Weimarer. Ein Nachteil, den man heute aufseiten der Gäste verortet. Diese denkwürdige Partie vom 3. Oktober 2019 werden Linartas und Schmidt am Samstag noch im Hinterkopf haben, wenn es ab 15 Uhr in der Asbachhalle in Weimar zum Rückspiel kommt. Man sinnt auf Revanche.

„Eines der besten Teams der Liga“ zu Gast in Weimar

Als „eines der besten Teams der Liga“ apostrophiert Linartas den heutigen Gegner. Die BG Leitershofen/Stadthagen reist als Sechster der Regionalliga an; eine Position, die Linartas mit seinen Jungs gern nach der Schlusssirene inne hätte. Denn Culture City lauert direkt dahinter, ist Siebter. Um das Unterfangen zu meistern, müssen seine Jungs vor allen Dingen einen Akteur der Gäste in den Griff bekommen: Emanuel Richter. Linartas erinnert sich mit Grauen, wie der Leitershofener im Hinspiel allein 39 Zähler machte: Allein acht von elf Dreiern fanden den Weg durch die Reuse. „Das darf uns jetzt nicht noch einmal passieren“, sagt Linartas. Er erklärt, dass diese Partie heute enorme Bedeutung habe, sie wegweisend sei, ob man sich im oberen Drittel noch einmal bemerkbar machen könne, oder im Mittelmaß der Tabelle verbleibe. Am meisten Spaß mache Basketball, wenn möglichst viele Zuschauer kämen, die von den Rängen Stimmung machen. Auf derlei Unterstützung setze er, Linartas, auch heute gegen Leitershofen.

Und dass die Zuschauer auf ihre Kosten kommen, dafür werde man Sorge tragen, erklärt auch Hagen Schmidt, der Assistenztrainer. Er glaube, dass es ein „cooles Spiel“ werde, zumal er selbst auch einmal wieder vor Ort sein werde. Drei Partien am Stück hat er verpasst, da er zeitgleich den Basketball-Nachwuchs zu betreuen hatte. Deswegen freue er sich ganz besonders auf den heutigen Samstag, beim Kracher in seiner Heimathalle.

Weimarer Basketballer sind in der Spur

Rückenwind ist da: Am vergangenen Wochenende gewann man bekanntlich beim MTSV Schwabing – es war der vierte Sieg in Folge. Weimars Basketballer sind fraglos in der Spur. Das Projekt „Culture City“ finde überdies immer mehr Akzeptanz in Weimar, die Zuschauerzahlen wachsen zwar langsam, dafür aber stetig. Zweifelsohne haben die Linartas-Schützlinge die Anfeuerung von der Tribüne auch verdient. Mit welchem Personal die Goethestädter heute antreten werden, ist noch offen. Bekanntlich sind einige Akteure mit einer Doppellizenz vom „Mutterklub“ Science City Jena ausgestattet, sind dort bei den Zweitligaprofis oder auch in der Nachwuchsbasketball-Bundesliga einsetzbar.

Großes Lamentieren gebe es da aber nicht, jene, die heute den Dress überziehen, sind in der Lage, das Spiel zu gewinnen. Aber wer sind die Kandidaten, die den Weimarern abhandenkommen könnten? Vuk Radojicic und Melvin Jostmann, so erzählt es Hagen Schmidt, stünden auf dem Zettel des Pro-A-Teams. Zwei Unterschiedsspieler seien das allemal. Aber: „Mit oder ohne sie müssen wir es einfach nur gebacken kriegen, dass uns die Leitershofener nicht die Bälle um die Ohren fliegen lassen“, sagt Schmidt.