Serie des FC Einheit Rudolstadt gerissen

Eilenburg.  Fußball-Oberligist FC Einheit Rudolstadt verliert beim neuen Tabellenführer FC Eilenburg mit 1:2 (0:1)

Benjamin Bahner (hier in einem früheren Spiel) trifft zum Anschlusstreffer für die Rudolstädter. Aber das 1:2 in der Nachspielzeit kam zu spät, um zumindest noch einen Punkt zu retten.

Benjamin Bahner (hier in einem früheren Spiel) trifft zum Anschlusstreffer für die Rudolstädter. Aber das 1:2 in der Nachspielzeit kam zu spät, um zumindest noch einen Punkt zu retten.

Foto: Peter Scholz

Nach vier Runden ohne Niederlage hat es die Rudolstädter Oberligakicker am Samstag wieder erwischt. Beim neuen Tabellenführer FC Eilenburg unterlagen sie mit 1:2. Und das verdient, wie Einheit-Coach Holger Jähnisch nach Spielende konstatierte. “Eilenburg war in seinen Aktionen einfach fußballerisch im Vorteil und klarer und hat seine Möglichkeiten besser herausgespielt“, begründete er seine Auffassung.

Dabei war der Trainer mit der Leistung seiner Schützlinge vor allem im zweiten Abschnitt zufrieden. Er sagte: „Mit der zweiten Halbzeit kann ich komplett leben. Wir haben mit Herz und einer positiven Emotionalität gespielt und versucht, das Spiel noch zu drehen.“

Denn als der Berliner Unparteiische nach der Pause zur Rückkehr auf den tiefen, aber gut zu bespielenden Platz im Ilburgstadion bat, lag der Gast mit 0:1 hinten. Für den Treffer hatte Torjäger Tim Bunge gesorgt. Der war von seinen Teamgefährten gut freigespielt worden und hatte wenig Mühe aus halbrechter Position ins lange Eck zu treffen (24.). Es war erst die zweite Chance für die Hausherren.

Der Eilenburger Trainer Nico Knaubel musste mit ansehen, wie Marco Riemer vor dem Bunge-Treffer mit einem Kopfball nach dem ersten Eckstoß für die Grün-Gelben seinen Keeper zu einer Glanztat zwang (23.). Doch dann war wieder Gefahr im Verzug, als erneut Böttger den Bresemann-Kasten nur knapp verfehlte (26.). Danach erarbeitete sich Rudolstadt zwar einen Eckenvorteil. Zählbares entsprang daraus allerdings nicht.

Sein Trainerkollege habe mit den beiden Wechseln – für Tommy Barth und Luiz Schack kamen Markus Baumann und Julian Zarschler - neue Impulse gesetzt, anerkannte Knaubel die neue taktische Ausrichtung der Rudolstädter. Die forderten die Einheimischen gleich zu höchster Konzentration und der Ausgleich war möglich (46.) Aber auch Eilenburg wusste sich zu wehren, igelte sich nicht ein.

Nach 76 Minuten schien die Sache für die Sachsen gelaufen zu sein. Bei einer Rettungsaktion an der Grundlinie war bei Tom Krahnert die Hand mit im Spiel. Der Elfmeterpfiff und das 2:0 durch Adam Fiedler, der humorlos einnetzte, waren die Folge. „Das war dann die sichere Führung, obwohl sich Rudolstadt nicht aufgegeben hat. Die Gästen haben eine große Moral bewiesen“, sparte Nico Knaubel nicht mit Anerkennung für den Kontrahenten.

Dann ging es im gegnerischen Strafraum nicht nur um die „Hand Gottes“, sondern um die eines Eilenburgers. Aber der von Benjamin Bahner sicher verwandelte zweite Handelfer kam zu spät. Die Muldestädter spielten auch die letzten drei Nachspielminuten clever herunter und durften sich danach über ihren sechsten Sieg in der siebten Runde freuen. Das tat Nico Knaubel auch: „Es war das erwartet schwere Oberligaspiel mit den erwarteten Mitteln beider Mannschaften. In der zweiten Halbzeit stand das Spiel auf der Kippe. Rudolstadt ist aber nicht ganz bis zum Abschluss gekommen.“

Und das ist das Urteil von Holger Jähnisch: „Eine Niederlage tut immer weh, noch dazu, wenn man sieht, wie sie zustande gekommen ist. Man hat gesehen, dass wir die Abschlüsse nicht klar genug zu Ende bringen. Hier haben wir noch großes Potenzial. Dann kommen wir zu spät zum Anschlusstreffer. hatten es jedoch zuvor versäumt, die Chancen in Ruhe klarer herauszuspielen. Das müssen wir verbessern.“