Empor Sondershausen auf einem guten Weg

Kyffhäuserkreis.  Zwischenbilanz in der Fußball-Kreisliga: Beide Sondershäuser Mannschaften kämpfen um die Meisterschaft.

Henry Werner von Eintracht (rechts) versucht den Ball gegen Hunor Gönczi und Szilard Kis von Empor Sondershausen zu behaupten.

Henry Werner von Eintracht (rechts) versucht den Ball gegen Hunor Gönczi und Szilard Kis von Empor Sondershausen zu behaupten.

Foto: Henning Most

Die ersten neun Spieltage in der Saison 2020/2021 sind in der Fußball-Kreisliga Staffel 1 absolviert. Alle 63 angesetzten Spiele sind über die Bühne gegangen. Es folgte die Corona-Zwangspause, bei der keiner so genau weiß, wie lange diese noch gehen wird. Im Optimalfall bis Anfang Dezember. Die 15 Mannschaften haben nun Pause, eine Gelegenheit, um eine Zwischenbilanz zu ziehen.

In Staffel eins gab es von Beginn an ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Sondershäuser Teams. Empor und Eintracht III gewannen die ersten fünf Spiele und lagen punktgleich an der Spitze. „Wir sind natürlich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Das ist ja völlig klar. Wenn wir am Ende der Saison oben stehen, dann steigen wir auch auf. Auch wenn wir beim letzten Aufstieg viel Lehrgeld bezahlt haben. So was wird uns nicht noch mal passieren. Es ist eine junge Truppe, die heiß ist auf Fußballspielen. Was besser werden muss, unabhängig von der Zwangspause, ist das Trainingspensum“, sagte Mario Stiel, Trainer bei Empor.

Am 7. Spieltag spielte Empor bei Schernberg 2:2 und musste für zwei Spieltage den Platz an der Sonne an die Eintracht abgeben. „Das war ein seltsames Spiel für uns. Wir führen 2:0 und geben die Partie noch fast komplett her“, ärgert sich Stiel über das Remis. Am darauffolgenden Spieltag verlor die Eintracht in Großfurra 2:4 und Empor lag wieder mit einem Punkt vorn. An Spieltag neun kam es dann zum Gipfeltreffen zwischen dem Spitzen-Duo. Empor gewann überraschend klar mit 3:0 gegen Eintracht III und geht nun mit vier Punkten Vorsprung in die Pause.

„Die letzten beiden Spieltage waren nicht gut für uns. Zuvor lief es bestens, womit wir gar nicht gerechnet hätten. Nun mussten wir mit den zwei Niederlagen in die Pause, was ungünstig ist für uns. Aufsteigen können wir so oder so nicht, das war auch nicht unser Ziel. Wir wollen oben mitspielen und das gelingt uns recht gut. Die Jungs machen momentan individuell etwas für ihre Fitness. Da weiß jeder am besten selbst, was er machen sollte“, sagt Arne Wiegand vom Trainerteam vom Eintracht Sondershausen III.

Auf Platz drei steht Oldisleben mit 19 Punkten und 20:14-Toren. Die Tabelle kann man in drei Gruppen einteilen. Die Spitzengruppe besteht aus den ersten drei Mannschaften. Im Mittelfeld rangieren acht Teams: Holzthaleben, Großfurra, Rottleben, Roßleben, Hohenebra, Seehausen, Großenehrich und Ebeleben. Zur Kellerregion gehören Donndorf, Großlohra, Schernberg und Berka. Empor, Ebeleben, Rottleben und Oldisleben wurden vor der Saison als Favoriten gehandelt. Empor und Oldisleben konnten die Erwartungen erfüllen. Auch Rottleben steht noch im grünen Bereich. Ebeleben sorgte mit Platz Elf und neun Punkten für die negative Überraschung. Für eine solche positive sorgte Eintracht Sondershausen III. Die beiden Neulinge sind mit unterschiedlichem Erfolg gestartet. Hohenebra ist mit Platz acht und zwölf Punkten hochzufrieden. Donndorf rangiert mit sechs Punkten auf Platz Zwölf und kämpft um den Klassenerhalt. Für Schlagzeilen sorgte das Spiel Roßleben gegen Berka, was Berka 0:11 verlor. „Wir wussten schon vor der Saison, dass es schwer wird. Wir kennen solche Situationen. Dann kam noch Verletzungspech hinzu. Unser personelle Lage ist nicht gut. Das merkt man einfach. Nach dem Spiel gegen Großlohra hat es mal deutliche Worte gegeben bei uns. Dann ging es auch aufwärts, wobei wir zudem das Glück nicht gerade auf unserer Seite hatten“, sagt Robert Müller, Trainer bei SG Berka.

Für die Statistikfans:

In den bisher 63 Spielen wurden 303 Tore erzielt, das ergibt einen Schnitt von 4,8 Treffern pro Spiel. Den besten Sturm besitzt Eintracht III mit 35 Toren, gefolgt von Empor (31), Großfurra (26), Rottleben und Roßleben je (25). Die stärkste Abwehr hat Empor mit sechs Gegentoren, gefolgt von Holzthaleben und Roßleben (je neun). Die wenigsten Tore schossen Berka (9) und Schernberg (11). Die löchrigste Abwehr haben Berka und Großlohra (34 Gegentore). Die Torschützenliste wird von Markus Eisenkrätzer (Großfurra 17) angeführt. Es folgen Patrick Straub (Roßleben 13), Andreas Wille (Holzthaleben 9), Sebastian Gösel (Empor 7), Clemens Rumpf (Rottleben 7) und Christian Tinca (Empor 7). Die torreichsten Begegnungen waren Roßleben – Berka 11:0, Großlohra – Holzthaleben 1:9, Donndorf - Großenehrich 7:3 und Großlohra - Rottleben 2:7. Die Fairnesstabelle wird von Roßleben (13/0/0), Empor (15/0/0), Holzthaleben (14/0/0) und Großfurra (16/0/0) angeführt, alle vier Teams blieben ohne Gelb/Rot und Rot. Am Tabellenende stehen Berka mit 19 x Gelb/ 2 x Gelb-Rot und 1x Rot. Davor Schernberg (14/1/1 und Großlohra mit (17/1/0).