„Fahner Höhe wird mit Wut bei uns auflaufen“

Bad Langensalza.  Bad Langensalza trifft in der Fußball-Verbandsliga auf einen psychisch angeschlagenen Gegner

Bad Langensalzas Trainer Thomas Wirth (r.) bespricht sich mit seinem Co Jörg Weißenborn.

Bad Langensalzas Trainer Thomas Wirth (r.) bespricht sich mit seinem Co Jörg Weißenborn.

Foto: Jens Lohse

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Das finale Spiel des Kalenderjahres 2019 hat es für Fußball-Verbandsligist FSV Preußen Bad Langensalza noch einmal gehörig in sich. Die Preußen empfangen am morgigen Samstag, 7. Dezember, auf dem eigenen Kunstrasenplatz den FC An der Fahner Höhe. Anstoß ist um 13.30 Uhr. Das einzige noch ungeschlagene Team der Liga muss nach einem Neun-Punkte-Abzug wegen zu weniger Schiedsrichter den bisherigen Platz an der Sonne räumen.

Und genau das sorgt in dem ohnehin interessanten Derby für zusätzlichen Zündstoff. „Für die wird das wie ein Schlag ins Gesicht sein“, glaubt Bad Langensalzas Trainer Thomas Wirth. Die Bestrafung des Kontrahenten macht die Sache für seine Jungs nicht unbedingt leichter, prophezeit der 48-Jährige, der im Sommer das Traineramt bei den Preußen übernommen hatte: „Fahner Höhe wird mit einer gehörigen Portion Wut bei uns auflaufen.“

Durch den Zählerabzug hätte sich der Druck auf den Gegner zudem erhöht. Der dürfe sich, will er eine erfolgreiche Aufholjagd Richtung Tabellenspitze starten, keine Ausrutscher erlauben, unterstreicht Wirth. Ob die Gäste dieser Umstand eher beflügeln oder lähmen wird, muss abgewartet werden. Für die Hausherren werde sich – unabhängig von der Gemütsverfassung der Akteure Fahner Höhes – nicht viel ändern, erklärt Wirth: „Wir sind Außenseiter, wollen aber entspannt und mutig in das Spiel gehen. Es ist ein Derby und es laufen sonst nicht mehr viele Spiele, deshalb hoffe ich auf viele Zuschauer.“

Ein Trio steht verletzungsbedingtauf der Kippe

Dass das Auswärtsteam eine hohe Qualität auf den Platz bringe, sei klar, immerhin „stehen die nicht umsonst da oben“. Verstecken wolle man sich aber nicht, hebt Wirth hervor: „Ich möchte sehen, dass wir selber mit Mut angreifen.“ Der kleine Kunstrasenplatz, auf dem gespielt wird, könnte sich für den gastgebenden Tabellenelften als kleiner Faustpfand erweisen. „Wir trainieren darauf, haben uns deshalb an die Länge und Breite gewöhnt“, unterstreicht Wirth.

Aufgrund der geringen Feldmaße gehe es am Samstag weniger um fußballerische Feinheiten oder taktische Details, sondern vielmehr um Präsenz auf dem Platz. „Da wird fast jeder Einwurf und jeder lange Abschlag zur Torchance“, weiß Wirth. Die Personalsituation stellt sich vor dem letzten Pflichtspiel in diesem Jahr jedoch als nicht gerade ideal heraus. Mit Simon Scheer, Carsten Weis und Martin Jäger steht ein Trio verletzungsbedingt auf der Kippe. Weis und Jäger sind an der Schulter lädiert, Scheer hat Leistenprobleme. „Bei allen Dreien sieht es nicht gut aus“, so Wirth.

Mit dem Verlauf der Hinrunde zeigt sich Wirth nicht unzufrieden. „Wir stecken mitten in einer Entwicklung. Im Sommer hatten wir einen Umbruch. Acht neue Spieler sind dazugekommen, viele davon sind noch sehr jung. Sie müssen noch etwas Fuß fassen. Dass da mal ein etwas schlechteres Spiel mit dabei ist, ist völlig normal. Wir arbeiten daran, Konstanz herein zu bekommen.“ Zu häufige individuelle Fehler, die die Gegner ausgenutzt hätten, hätten ein höheres Punktekonto verhindert.

Was den neuen Trainer Wirth, der in Jena wohnt, begeistert, ist die Trainingsbeteiligung: „Es sind fast immer 20 Mann oder mehr da. Jeder haut sich immer rein. Das ist bestimmt nicht in jedem Verein der Fall.“ Dieses große Engagement und der Zusammenhalt sollen auch in der Rückrunde für genügend Zähler sorgen – schließlich will Wirth mit seinen Jungs spätestens nach dem 30. Spieltag den Klassenerhalt feiern können.

Dazu sind laut Wirth 40 Punkte nötig, vielleicht sogar noch mehr. „Das ist schwer zu sagen. Man weiß ja nicht, wie viele Mannschaften absteigen werden. Gefühlt muss man einen einstelligen Tabellenplatz belegen, um ganz sicher zu gehen“, vermutet Wirth: „Am besten, wir sammeln noch so viele Punkte wie möglich.“ Der Anfang soll bereits am Samstag gegen Fahner Höhe gemacht werden.

Bad Langensalza – An der Fahner Höhe, Samstag, 13.30 Uhr

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