FC Carl Zeiss Jena: Auf Frust folgen Investitionen

Jena.  Welche Lehren der FC Carl Zeiss Jena aus der katastrophalen Hinrunde in der 3. Liga zieht: So will das Schlusslicht die Mission Klassenerhalt angehen.

Die Jenaer Mannschaft steht frustriert vor den Zeiss-Fans.

Die Jenaer Mannschaft steht frustriert vor den Zeiss-Fans.

Foto: Frank Steinhorst

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Die 1:5-Niederlage beim FC Ingolstadt hat Rico Schmitt die Laune vorm Weihnachtsfest verhagelt. Der Trainer ärgert sich über die Pleite, schließlich hat der FC Carl Zeiss so die Chance vergeben, auf sechs Punkte an den ersten Nichtabstiegsplatz zu rutschen. Dennoch geben die Jenaer nicht auf und planen Investitionen in der Winter­pause.

Seit gestern steht fest, dass die Mannschaft im Januar ins Trainingslager fliegt. Die Jenaer haben ein Hotel im türkischen Antalya gebucht, wo der Drittligist vom 7. bis 14. Januar seine Zelte aufschlägt. Der Trainer hatte sich dieses Camp im sonnigen Süden gewünscht. „Eine ganze Woche zusammen zu arbeiten, und dies bei optimalen Trainingsbedingungen, gemeinsam Zeit zu verbringen, sich auch abseits des Platzes noch besser kennenzulernen und zueinander zu finden, all das hilft enorm für ein erfolgreiches Absolvieren der doch recht kurzen Winterpause“, sagt Schmitt. Er werde die optimalen Trainingsbedingungen intensiv ausreizen. Geplant sind auch bis zu drei Testspiele.

Spieler finanzieren Camp in Türkei zum Teil selbst

Die Spieler haben sich bereiterklärt, einen Teil der Kosten zu tragen, um die bessere Vorbereitung zu ermöglichen. „Was mich sehr freut und ein tolles Zeichen ist: Die Mannschaft will diese intensive Woche genauso wie das Trainer- und Betreuerteam. Wir wollen alles investieren, um in der Rückrunde die Herkulesaufgabe zu schultern“, sagt Schmitt. Zusätzlich gebe es treue Sponsoren, die einen weiteren großen Beitrag leisten, so dass die Kosten für den FC Carl Zeiss in einem überschaubaren Rahmen bleiben, hebt der Coach hervor.

Aber auch personell wollen die Jenaer nachlegen. Doch auf welchen Positionen sehen die Verantwortlichen Bedarf? „Genau darüber sprechen wir in den kommenden Tagen“, sagt Schmitt. „Und wir werden dies intern und in aller Ruhe nach der Analyse dieser Hinrunde tun.“ Geschäftsführer Chris Förster sieht ein Manko in der Chancen­verwertung und im Verteidigen von Standards, möchte ebenfalls keine exakten Positionen benennen.

Treffsicherer Stürmer verzweifelt gesucht

Nach Informationen unserer Zeitung wollen die Jenaer zumindest einen Innenverteidiger und einen treffsicheren Stürmer holen. Bedarf besteht auch auf der linken Außenbahn. Den Heilungsverlauf von Torwart Jo Coppens will der Drittligist ebenso im Blick behalten. Ersatzmann Flemming Niemann, vor der Saison vom FC Augsburg gekommen, wirkte in seinem ersten Spiel von Beginn an unsicher.

„Wir verpflichten nur Spieler, die uns sofort weiterhelfen“, sagt Förster. Spieler, die längere Zeit ohne Verein waren, kommen deshalb nicht in Betracht – hier haben die Jenaer vom Sommer gelernt. Damals verpflichteten sie auch Fußballer wie Ole Käuper, die über Monate nicht auf dem Feld standen. Erst im November erreichte der Leihspieler von Werder Bremen eine Verfassung, die weiterhilft.

Der Geschäftsführer schränkt zugleich ein, dass Transfers nur möglich sind, wenn Spieler den Verein verlassen. Bislang gebe es keine Kandidaten, die sich in der Winterpause verabschieden möchten.

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