FC Carl Zeiss Jena startet Rückrunden-Vorbereitung und hat Klassenerhalt im Blick

Jena.  Der Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena hat am Donnerstagnachmittag eine erste Trainingseinheit absolviert. Der erste Testspielgegner steht fest.

Trainingsauftakt beim FC Carl Zeiss Jena: Coach Rico Schmitt als Anführer auf der Laufrunde ums Stadion.

Trainingsauftakt beim FC Carl Zeiss Jena: Coach Rico Schmitt als Anführer auf der Laufrunde ums Stadion.

Foto: Peter Poser

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Nico Hammann drehte vorab eine Solo-Runde, Jo Coppens wärmte sich bei einer Einzelschicht mit Torwart-Trainer Bernd Lindrath auf der Laufbahn auf, während Coach Rico Schmitt am frühen Donnerstagnachmittag in der Kabine des FC Carl Zeiss die Marschrichtung für das neue Jahr vorgab. Eine halbe Stunde später lief er mit Co. René Klingbeil voran – eine große Runde über das Trainingsgelände.

Der erste gemeinsame Lauf in 2020 für die Drittliga-Fußballer des FC Carl Zeiss war einer von 45 Minuten nach der Neujahrsansprache und einem Check des Fitnesszustandes. Beim lockeren Aufgalopp wird es nicht bleiben. Neun und vier – das sind die Kennzahlen. Neun Punkte und vier Plätze gilt es für die an letzter Stelle liegenden Thüringer gutzumachen, wenn am 25. Januar mit der Partie gegen Preußen Münster die Rückrunde im Abbe-Sportfeld startet.

Ein Platz überm Strich, mindestens 16. zu werden, darauf liegt der Fokus von Rico Schmitt, um im Mai sonnigere Zeiten im Paradies zu erleben. „Wir reden hier nicht von einer Herkulesaufgabe, sondern eins obendrauf“, unterstrich er. Der 51-jährige Coach sagte es im Bewusstsein, dass es dennoch schaffbar ist, dass dafür aber auch vieles passen müsse. Angefangen von der Vorbereitung über möglichst ausbleibende Verletzungen, vielleicht das Quentchen Spielglück bis nicht zuletzt hin zu der einen oder anderen einschlagenden Verstärkung. Drei Wochen liegen nun vor den Jenaer Fußballern, um die Grundlagen zu schaffen. Wenig Zeit, viel Arbeit.

Ab Dienstag im Trainingslager

Dabei führt der Weg zunächst über den Hallenbelag. Am Sonnabend, 4. Januar, führt der FC Carl Zeiss das Feld beim 26. Thüringer Hallenmasters in der Erfurter Riethsporthalle an. Als höchstklassiges Team stehen die Chancen gut, nach zwei Siegen in den Jahren 2018 und 2019 der erste Verein zu sein, der den Pokal dreimal in Folge gewinnt. Neben einem Teil der Mannschaft, der ab 13.30 Uhr in Erfurt spielt, ist ein anderer zeitgleich beim Turnier in Zwickau am Ball.

„Ich habe früher selbst gern in der Halle gespielt und auch gern mit meinen Mannschaften teilgenommen“, sagte Schmitt. „Aber mittlerweile sehe ich das auch kritisch, weil die Zeit ja immer enger wird“, spielte er auf die nur kurze Vorbereitung an – und auf die latente Gefahr, eine Verletzung mitzunehmen.

Entsprechend richtet sich der Blick weniger auf die Turniere an diesem Sonnabend, sondern vielmehr auf das am Dienstag beginnende Trainingslager in Antalya. Möglich, dass nicht alle Spieler, die am Donnerstag in die Vorbereitungen starteten, mit in die Türkei fliegen werden. Für Rico Schmitt mache das nur Sinn, wenn auch alle, die dabei sind, unten trainieren, sprich Fußball spielen können.

Nico Hammann, der sich mit Adduktorenproblemen herumschlägt und nur eine halbe Stunde lief, hofft mitzufliegen. Und ebenso Anton Donkor, der wegen eines Außenbandrisses im Knöchel nur eine verkürzte Runde drehte. Abhängig auch vom Rat der Ärzte soll eine Entscheidung am Sonntag getroffen werden.

Zwei bis vier Verstärkungen geplant

Nicht zuletzt zieht Schmitt auch die Möglichkeit in Betracht, Platz im Kader für mögliche Verstärkungen zu haben und vielleicht deshalb auf den einen oder anderen Spieler zu verzichten, der sich selber umorientieren möchte. Zwei, drei, maximal vier Zugänge schwebten ihm insgesamt vor. „Wir halten Ausschau und gucken nach Spielern, die in unser Profil passen“, erklärte er. Spieler mit Qualität, mit Erfahrung, Spieler, die „uns definitiv weiterhelfen“. Im Moment sei noch kein Zugang absehbar, sagte Geschäftsführer Chris Förster am Donnerstag, „weil wir nach Verstärkungen suchen und nicht nach Ergänzungen“.

Unterdessen steht ein Testpartner fest. Im Trainingslager spielen die Jenaer gegen FK Karaganda (Kasachstan). Einen zweiten Test, besser noch einen dritten hofft Schmitt in Antalya zu bekommen, ehe Viertligist Lok Leipzig zum Abschluss am 18. Januar in Jena gastiert.

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