Frühe Führung reicht Sondershausen II nicht zum Sieg

Sondershausen.  In der Fußball-Kreisoberliga ist Sondershausen II trotz starker erster Halbzeit nicht über ein Remis gegen Kalbsrieth hinausgekommen.

Auch Sondershausens Tim Böhme (l.) gelingt es nicht, den Siegtreffer für seine Mannschaft zu erzielen.

Auch Sondershausens Tim Böhme (l.) gelingt es nicht, den Siegtreffer für seine Mannschaft zu erzielen.

Foto: Henning Most

Nach dem Spiel wusste Christoph Sauer, Trainer des Fußball-Kreisoberligisten Eintracht Sondershausen II, nicht so recht, ob er sich freuen sollte oder nicht. Das auf eigenem Platz erspielte 1:1 (1:0) des Tabellenneunten gegen den favorisierten Dritten Kalbsriether SV war auf dem Papier für die Hausherren zwar aller Ehren wert – „es hätten aber auch zwei Punkte mehr sein können“, erklärte Sauer: „Mit dem Punkt kann ich schlussendlich zwar gut leben, aber wir hätten durchaus mehr mitnehmen können.“

Sieben klare Chancen hatte Sauer während der 90 Minuten plus Nachspielzeit für seine Mannen notiert, nur drei für die Gäste, die dank des Ausgleichtreffers von Steven Bank (68.) damit auch nach dem siebten Saisonspiel weiterhin unbesiegt bleiben. Bank hatte den Kalbsriethern nach einer Ecke in einer starken Phase den Ausgleich, der gleichzeitig auch der Endstand war, beschert.

Forners frühe Führung

Im Vergleich zur Vorwoche musste Gästetrainer Tom Schwarzlos auf drei Positionen umstellen. Neben Torhüter Ehrhardt (verletzt) fehlte mit Niklas Pohl (gesperrt) und Dustin Schmidt die Schaltzentrale im defensiven Mittelfeld. Dafür rückten Tobias Schumann und Roy Wellen in die Startelf, Routinier Sebastian Pätzold hütete das Tor.

Die Sondershäuser Reserve war im ersten Durchgang bereits früh in Führung gegangen. Das 1:0 der Sauer-Elf fiel ebenfalls nach einem Eckball: Tobias Forner war zur Stelle und brachte den Außenseiter schon nach acht Minuten in Front. Das gab der Eintracht Auftrieb und Schwung.

Die Sondershäuser ließen den Fuß auf dem Gaspedal, besaßen im Anschluss noch einige Gelegenheiten, um sich noch in den ersten 45 Minuten weiter abzusetzen. „Wenn es zur Pause 2:0 oder 3:0 für uns steht, kann sich Kalbsrieth nicht beschweren“, befand Sauer. Doch die Hausherren konnten ihre Chancen bis zum Halbzeitpfiff nicht verwerten.

Kalbsrieth kommt stärker aus der Pause

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste stärker auf, nahmen nun das Heft des Handelns in die Hand. „Wir sind nicht ganz so gut in den zweiten Durchgang gestartet“, bekannte Sauer. Der Ausgleich des Teams von Trainer Tom Schwarzlos war daher auch angemessen.

In den finalen 20 Minuten entwickelte sich dann ein Schlagabtausch, in dem beide Kontrahenten noch Gelegenheiten hatten, für die Vorentscheidung zu sorgen. Doch Kalbsrieth konnte bei seinen Chancen nicht den erhofften Ertrag einfahren, und auch die Sondershäuser sollten ihre laut Sauer „drei, vier klaren Möglichkeiten“ nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen.

„Sondershausen ist mit einer verdienten Führung in die Halbzeit gegangen. Uns ist in der ersten Halbzeit nur wenig eingefallen, da haben wir nur nach Standards etwas Gefahr entwickelt. Nach dem Wechsel sind wir dann besser und engagierter auf das Feld gekommen, aber uns hat die letzte Durchschlagskraft und Genauigkeit gefehlt“, fasste Schwarzlos das Geschehen zusammen.

Kalbsrieths Coach sprach am Ende von einer „gerechten Punkteteilung“, die aus seiner Sicht jedoch einen bitteren Beigeschmack hatte. Laut Schwarzlos hätten die Sondershäuser Fans seinen Spieler Norman Both mit Gesängen jenseits des guten Geschmacks verbal attackiert. „Diese Drohungen und Beleidigungen haben sich durch die ganze erste Halbzeit gezogen, ohne dass einer der abgestellten Ordner reagiert hat“, berichtete Schwarzlos.