FSV Martinroda will es Favorit Krieschow schwer machen

Martinroda.  Fußball, Oberliga: Der FSV Martinroda empfängt am Samstag, 14 Uhr, den VfB Krieschow.

Vor einer kniffligen Heimaufgabe stehen Trainer Heiko Nowak und sein FSV Martinroda am Samstag in der Oberliga. Es gastiert der VfB Krieschow auf dem Kunstrasenplatz.

Vor einer kniffligen Heimaufgabe stehen Trainer Heiko Nowak und sein FSV Martinroda am Samstag in der Oberliga. Es gastiert der VfB Krieschow auf dem Kunstrasenplatz.

Foto: René Röder

Nein, ein paar Beruhigungspillen hat Heiko Nowak, der Trainer des FSV Martinroda, für die Fußball-Thüringenligisten nicht übrig. Freilich, derzeit stünden gleich drei Klubs aus dem Freistaat auf den Abstiegsrängen der Oberliga – was Auswirkungen auf die Anzahl der Absteiger eine Etage tiefer hat. „Und für mich war klar, dass es Wacker Nordhausen schwer haben wird. Auch wir“, sagt er. „Bei Jena II hat man die Hoffnung, dass sich die jungen Spieler durch das viele Training und die Wettkampfhärte schneller an die Liga anpassen“, fügt der Fußball-Lehrer an. Eines sei aber gewiss: „Wir sind bestrebt, am Ende über dem Strich zu stehen. Das ist unser Credo. Uns ist das hier nicht scheißegal“, sagt Nowak.

Vier Punkte haben seine Schützlinge in den vergangenen beiden Partien geholt – zudem haben sie hinten stabil gestanden. Das sei die Prämisse gewesen, die erste Aufgabe, die er sich mit Amtsantritt gestellt habe. Und in 180 Minuten unter seiner Ägide blieb es bei einem Gegentreffer, kein Vergleich zu den 17 Stück, die man in den fünf Partien vorher kassiert habe. „Sicherlich geht das zu Lasten der Offensive. Aber wir sind dabei, zu trainieren, dass wir den Ball auch gut übers Feld bringen und dann gefährlich werden“, erklärt der Cheftrainer. Gute Umschaltmomente und ein entsprechendes Pressing seien die Zauberworte – was man gegen Jena II schon gezeigt habe. Man wisse aber auch, dass nun an diesem Wochenende ein ganz anderes Kaliber seine Visitenkarte in Martinroda abgeben wird, als die ersten beiden Kontrahenten der Nowak-Ära. Nun kommt Krieschow, ein Team aus gestandenen Oberliga-Akteuren. „Das ist ein Klub, bei dem sich niemand beschweren wird, wenn es hoch in Richtung Regionalliga geht“, sagt Nowak. Aber wie besiegt man ein solches Team? „Das läuft wie immer: Kratzen, beißen, spucken“, sagt Nowak. Deshalb seien die Aufgaben klar verteilt.

„Wir wollen zuhause auf unserem Kunstrasen das eine oder andere Achtungszeichen setzen“, ergänzt der Übungsleiter. Es sei für ihn interessant, wie sich seine Mannschaft nach vier geholten Zählern gegen die direkte Konkurrenz nun gegen ein solches, fußballerische besseres Team behauptet. Im Training schaue das alles schon gar nicht schlecht aus – man dürfe dabei aber nicht außer Acht lassen, dass das Trainingsniveau nur so gut sein kann, wie die Qualität, die die Spieler mitbrächten. „Die Spiele wie gegen Krieschow zeigen mir, was wir zu trainieren haben. Insofern bin ich gespannt, was am Samstag passiert“, sagt der FSV-Coach. Er werde dann erkennen, wie weit man sei und ob die neu gewonnene defensive Stabilität auch gegen einen Gegner aus dem oberen Teil der Tabelle hält und ob darüber hinaus in der Liga sei, den Ball vernünftig von A nach B zu passen. Wenn man die Klasse halten will, müsse man hinten den Laden dicht halten, aber eben auch nach vorne arbeiten. „Wir wollen ja nicht permanent vorm eigenen Strafraum stehen.“

Der FSV Martinroda sei ein junger Verein, familiär sympathisch, sagt Heiko Nowak, dessen Sohn auch in dieser Mannschaft spielt. All das habe ihn bewogen, diese Aufgabe ehrenamtlich zu übernehmen, zu helfen – auch um wieder auf dem Platz zu stehen. Der Klub wollte damit auch ein Zeichen setzen, im Abstiegskampf nicht unversucht zu lassen. „Wenn es am Ende nicht reicht, wollen wir uns aber auch nichts nachsagen lassen können“, sagt Nowak. Die Thüringenligisten werden’s gern hören.