FSV-Teams aus dem Ilmkreis mit gutem Start

Großbreitenbach/Ilmenau.  FSV Gräfinau-Angstedt holt zweiten Sieg in der Kreisoberliga, FSV Großbreitenbach bleibt ungeschlagen

Gäste-Akteur Alexander Vogt (unten) versucht den Ilmenauer Jonas Schäfer vom Ball zu trennen.

Gäste-Akteur Alexander Vogt (unten) versucht den Ilmenauer Jonas Schäfer vom Ball zu trennen.

Foto: Andreas Heckel

FSV Großbreitenbach - Ilmtal Zottelstedt 6:2 (2:1)

Zur Heimpremiere der neuen Spielzeit 20/21 konnte die SG FSV Großbreitenbach einen verdienten Heimsieg verbuchen, nach 90 Minuten konnte man sich mit 6:2 (2:1) gegen Zottelstedt durchsetzen.

Das Trainergespann Seifert/ Kobe agierte mit dem System der Vorwoche in Gräfenroda, lediglich Bühl rückte neu in die Startelf. Der Beginn war auch vielversprechend, Chancen wurden im Minutentakt erarbeitet, lediglich der Abschluss war ausbaufähig. So vergaben Stolze, G. Betz sowie Döring mehrere Hochkaräter. Das Tor fiel dann auf der anderen Seite: Nach Fehler im Aufbauspiel und zu inkonsequenter Verteidigung tauchte Petzold frei vor Uthe auf und schob zur Führung der Gäste ein.

Die Heimelf wirkte nun angeschlagen und verlor den Spielfluss, Zottelstedt versuchte es nur mit langen Bällen auf die Außenbahnen, weshalb der spielerische Gedanke oft zu kurz kam. Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe Döring eine gelungene Kombination mit energischer Einzelleistung von Glatz zum Ausgleich vollendete. Kurz vor der Pause konnte B. Betz das wichtige 2:1 markieren, nach einer Ecke von Stolze konnte er das Leder – kurios mit dem Bauch – über die Linie drücken.

Die Heimelf ging mit einer verdienten Führung in die Pause, man wusste aber im gesamten FSV-Lager, dass man diese Führung schnellstmöglich ausbauen müsse, um dem schnellen Ausgleich - analog der Vorwoche in Gräfenroda – zu entgehen. Dieses Vorhaben konnte Döring umgehend nach dem Pausentee umsetzen, als er eine Flanke im Strafraum gut verarbeitete, seinen Gegenspieler narrte und per Volleyschuss das Leder im Eck versenkte.

Im Anschluss daran blieb die Heimelf weiter am Drücker, doch teils sehr gute Chancen wurden wie in Halbzeit eins zu leichtfertig vergeben, die beste davon hatte Stolze, als er den Torwart umspielte und nur den Pfosten traf. In der 76. Minute besorgte Neuzugang Stolze mit dem 4:1 dennoch die Entscheidung, nachdem Glatz über rechts durchbrach und mustergültig in die Mitte spielte – der Goalgetter musste nur noch einschieben.

Kurze Zeit später krönte Döring seine starke Leistung mit dem 5:1, mit einem platzierten Schuss ließ er dem Gästekeeper keine Abwehrchance. Das Spiel war entschieden und die Heimelf nahm nun spürbar etwas Fahrt aus der Partie, weshalb die Gastmannschaft durch Jennicke auf 2:5 verkürzen konnte. Den Schlusspunkt setzte wiederum Stolze, der nach Querpass von G. Betz zwei Gegenspieler austanzte zum 6:2 einschoss.

Danach war Schluss, und die SG FSV Großbreitenbach konnte einen verdienten Heimsieg verbuchen, welcher nach einer deutlichen Steigerung in Halbzeit zwei auch in dieser Höhe verdient war.

Germania Ilmenau - FSV Gräfinau-Angstedt 0:1 (0:0)

Mit einer Niederlage starteten die Ilmenauer in diese Kreisoberliga-Saison. Gegen den derzeitigen Tabellenführer sah es mehr als eine Stunde gut aus für die Gastgeber, konnten sie zumindest mit einem Remis liebäugeln. Doch daraus wurde nichts, nachdem Maik Zentgraf in der 67. Minute das goldene Tor erzielte. Zentgraf erzielte damit schon drei Treffer nach zwei Spieltagen.

Ob es daran lag, dass die Gäste bereits ein Spiel hinter sich hatten und zugleich mit dem 4:0 gegen die SG Ober-/Unterweißbach mit viel Selbstvertrauen in die Partie gingen, ist Spekulation. Allerdings wurde Gräfinau-Angstedt, die bei einigen Trainern der Kreisoberliga als Aufstiegsanwärter gehandelt werden, letztlich seiner Favoritenrolle gerecht. Dabei erzielten die Gäste nicht nur ein Tor, sondern sammelten auch vier gelbe Karten ein, die Ilmenauer dagegen nur eine.

Die Gastgeber können die Heimpleite bereits am kommenden Freitag ausmerzen. Dann empfängt man mit Stahl Unterwellenborn ein weiteres Kellerkind, mit dem man in der abgebrochenen vergangenen Saison abgeschlagen das Tabellenende zierte. Gräfinau-Angstedt dagegen könnte den Saisonstart perfekt machen, empfängt den Tabellenletzten Haarhausen.