Fußball-Oberliga: Play-Off-Runde oder Quotientenregel? – Rot-Weiß Erfurt verlängert Kurzarbeit

Erfurt.  In der Fußball-Oberliga wird über die Fortsetzung der Saison diskutiert. Beim FC Rot-Weiß Erfurt wird derweil die Kurzarbeit verlängert.

Franz Gerber, Geschäftsführer der FC Rot-Weiß Fußball GmbH, rechnet damit, dass erst Mitte Februar wieder gespielt werden kann.

Franz Gerber, Geschäftsführer der FC Rot-Weiß Fußball GmbH, rechnet damit, dass erst Mitte Februar wieder gespielt werden kann.

Foto: Sascha Fromm

Die Saison über das zweite Juni-Wochenende hinaus verlängern? Eine Play-Off-Runde um Aufstieg und Abstieg? Nur die Hinrunde absolvieren oder doch so viele Spiele wie möglich bestreiten und dann mit der Quotientenregelung eine sportliche Entscheidung herbeiführen? Es gibt viele Ideen, wie die Saison in der Fußball-Oberliga gewertet werden könnte.

Sicher ist nur, dass es immer schwieriger wird, die Spielserie wie geplant zu absolvieren und pünktlich am 13. Juni zu beenden. Nach der vollzogenen Unterbrechung bis mindestens zum Jahresende will der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) in einer Videokonferenz mit den betroffenen Vereinen, darunter die sechs Thüringer Vertreter FC Rot-Weiß Erfurt, Wacker Nordhausen, FSV Martinroda, FC An der Fahner Höhe, Einheit Rudolstadt und FC Carl Zeiss Jena II, das weitere Vorgehen ausloten.

Termin für die virtuelle Zusammenkunft noch offen

Einen Termin für die virtuelle Zusammenkunft per Video gibt es noch nicht. Ohnehin steht und fällt alles mit den Entscheidungen der Politik. Und längst ist nicht klar, ob und wenn ja welche Restriktionen vom 1. Januar an gelten. „Ich rechne momentan nicht damit, dass vor Mitte Februar der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann“, sagt Investor Franz Gerber vom FC Rot-Weiß Erfurt: „Um eine sportliche Wertung vorzunehmen, müssten schon zwei Drittel der Spiele absolviert sein. Oder eine Play-Off-Runde wäre möglich. Wir würden solch eine Regelung akzeptieren“, sagt der 67-Jährige.

In der Oberliga sind wegen der Corona-Restriktionen inzwischen sechs Spieltage offen. Englische Wochen kommen aber nicht infrage. Nur eine Minderheit, der NOFV gibt den Anteil in seinen beiden Staffeln Nord und Süd mit 33,4 Prozent an, gilt als Vertragsspieler. Mal eben zu einem Flutlichtspiel am Mittwochabend durch Mitteldeutschland reisen, das wäre für die meisten Teams kaum realisierbar.

Wacker-Trainer Seeland will Spieler in Winterpause schicken

Anders stellt sich die Situation in Erfurt dar. Hier sind alle Spieler mit Verträgen an die neue FC Rot-Weiß Fußball GmbH gebunden. Laut Geschäftsführer Gerber wurde für November deshalb Kurzarbeit beantragt, was nun angesichts der Verlängerung des Stillstandes auf den Dezember ausgedehnt wird. Die Spieler halten sich vorerst zu Hause individuell fit.

Bei Wacker Nordhausen erwartet derweil Philipp Seeland bereits in den kommenden Tagen eine Entscheidung, ob im Januar die Saison fortgesetzt werden soll. Der Trainer der Südharzer erwägt, seine Mannschaft schon jetzt im Dezember in eine Winterpause zu schicken. „In diesem Fall würden wir dann gleich im Januar wieder mit dem Training beginnen“, sagt der 30-Jährige.