Geratals Fußballer entführen einen Punkt

Bad Langensalza.  Fußball, Verbandsliga: Die SpVgg. Geratal spielt 1:1 bei Preußen Bad Langensalza.

Der Bad Langensalzaer Torschütze Martin Fiß wird vom Gerataler Martin Hofmann verfolgt. Die Akteure aus dem Ilmkreis holen verdient einen Punkt in Nordthüringen.

Der Bad Langensalzaer Torschütze Martin Fiß wird vom Gerataler Martin Hofmann verfolgt. Die Akteure aus dem Ilmkreis holen verdient einen Punkt in Nordthüringen.

Foto: Klaus Dreischerf

Die Verbandsliga-Kicker der SpVgg. Geratal entführte einen Punkt aus Bad Langensalza. Für die Einen zu wenig, für die Anwesenden aber aller Ehren wert. Mit etwas mehr Fortune hätten es durchaus auch drei Punkte werden können. Ein Lattentreffer und ein abgepfiffener Vorteil hätten den Gewinn sichern können. Andererseits bestimmten die Hausherren über weite Strecken das Spiel, so dass letztendlich die Punkteteilung in Ordnung geht. Bemerkenswert die Einwechslung des Rückkehrers Sven Seeber bei den ersatzgeschwächten Geratalern.

Von der ersten Minute an entwickelte sich ein munteres, allerdings sehr nervöses Spiel. Auf beiden Seiten kamen noch keine klaren Spielzüge zustande, Abspielfehler und Fehlpässe waren zu beobachten. Ein solcher erreichte Martin Fiß, der mit einer Bogenlampe den weit vor dem Kasten stehenden Gerataler Torwart Nils Bradsch prüfte (11.). Nach einem abgewehrten Angriff gab es Eckball für Geratal. Andreas Linke brachte ihn punktgenau in die Mitte auf Benny Linse, der wuchtig an den Innenpfosten köpfte (0:1, 13.).

Der unermüdlich die Außenbahn beackernde Andreas Linke setzte sich an der Grundlinie durch, flankte nach innen, doch seine Abnehmer handelten zu unentschlossen, so dass die Großchance verpuffte (16.). Die Gäste hatten andererseits Glück, dass Dominik Finger, von Martin Fiß super freigespielt, allein vor dem Tor nur das Außennetz traf (18.). Ein kleines Kunststück. Martin Fiß prüfte ein weiteres mal Nils Bradsch, der sich unendlich strecken musste, um den Flachschuss um den Pfosten zu lenken (27.). Als Bastian Bischof im Strafraum in der Nähe der Grundlinie Joonwoo Kim im Laufduell rustikal abservierte, entschied Schiedsrichter Marko Gaßmann auf Foulspiel. Den folgenden Strafstoß jagte Martin Fiß unhaltbar ins Netz (1:1, 36.). Der im Schlotheimer Fußballinternat ausgebildete Koreaner Kim brachte durch seine Schnelligkeit und Beweglichkeit mehrfach seinen Gegenspieler Martin Kellner in Schwierigkeiten. Ansonsten stand die Viererkette Barchewitz, Hofmann, Bischof und Kellner aber sicher, die letzte Bastion war dann immer noch Torwart Bradsch.

Der sicherte den Punkt durch eine reaktionsschnelle Fußparade, als der quirlige Joonwoo Kim allein vor ihm auftauchte (50.).

Der Schiedsrichter stand erneut im Mittelpunkt als er einen Vorteil für die Gäste zurückpfiff. Andreas Linke wurde mittig an der Strafraumgrenze gefoult, brachte den Ball aber noch zu Marius Heydt, der schon am Torwart vorbei war und vorm leeren Tor stand, als der Pfiff entönte. Das sichere 1:2 (57.). Der folgende abgefälschte Freistoß, durch Bastian Bischof getreten, klatschte an den Pfosten. Andreas Linke musste mit Schulterschmerzen ausgewechselt werden. Ab diesem Zeitpunkt lief bei den Gästen nach vorn nicht mehr viel. Die Hausherren beherrschten das Spiel, Geratal überließ ihnen das halbe Spielfeld. Die Nervosität nahm zu, konstruktives Spiel aus der Abwehr heraus war nicht mehr zu beobachten.

Die weiten unkontrollierten Abwehrschläge kamen postwendend zurück und verschafften der Abwehr wenig Luft. Es war zwar nicht ansehnlich, aber anzuerkennen, dass die gesamte Gerataler Mannschaft kämpfte und versuchte, mit aller Macht wenigstens den einen Punkt mitzunehmen. Ein halbherziger Kopfball des beherzt aufspielenden Marius Heydt (72.) und ein mit viel Körpereinsatz mehrerer Spieler gestoppter aussichtsreicher Angriff der Gastgeber (86.) brachten keine Resultatsänderung.