2. Gewichtheber-Bundesliga

SV 90 Gräfenroda siegt trotz überschattetem entscheidenden Durchgang in Weiden

Weiden.  in der 2. Bundesliga gewann Gräfenroda 2:1. Das Stoßen konnte nach dem Unfall des Weideners Johannes Popel nicht gut zu Ende gebracht werden

Der Junioren-EM-Elfte André Langkabel war erstmals auch wieder national im Einsatz.

Der Junioren-EM-Elfte André Langkabel war erstmals auch wieder national im Einsatz.

Foto: René Röder

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Die Zweitliga-Gewichtheber des SV 90 Gräfenroda gewannen ihren Auswärtskampf beim 1. AC Weiden nicht wie erhofft mit 3:0 Mannschaftspunkten (Reißen, Stoßen, Zweikampf), aber sie retteten einen 2:1-Sieg (526,6:525,0) mit 1,6 Relativpunkte Vorsprung. Das ist kaum umrechenbar.

In einem hochdramatische Wettkampf hatte Weiden Bestbesetzung aufbieten können und konnte energisch gegenhalten. Bei Gräfenroda fiel kurzfristig Saskia Brummer aus. Sebastian Semper, der künftige Ehemann von Christina Büller, rückte als Ersatzmann nach.

Und Büller war es dann auch, die im Reißen durch ihre neue Bestleistung von 67 Kilogramm und 29 Punkten irgendwie die „Kastanien aus dem Feuer“ holte. Zum 208,3:193,5 dieser Wertung steuerten Phlipp Griebel 140 Kilogramm und 47 Punkte bei und André Langkabel, nach seiner seiner Junioren-EM noch geschlaucht, „nur“ 130 Kilo (38,8) bei. „Für Julia Perlt lief der erste Wettkampf nach langer Wettkampfpause schleppend an. Nach erfolgreichem Abschluss an der Oberhofer Sportschule und dem Beginn einer Lehrausbildung war ihr der Trainingsrückstand anzumerken“, entschuldigt Gräfenrodas Trainer René Holtmann, ihre dennoch guten 55 Kilogramm bei nur einem gültigen ersten Versuch. Sie brachte 33,5 Punkte in die Wertung. Marie Breitschuh (50 kg/30,5) und Fritz Heyer (87 kg/29,5) komplettierten souverän.

Die Weidener hatten mit Brian Jow, einem Major der US-Streitkräfte, am Start, der überzeugte. Die 45 Punkte für 125 Kilogramm von Johannes Poppel ragten aber heraus. Vier ungültige Wertungen in den jeweils dritten Versuchen kosteten Weiden den Mannschaftspunkt.

Den holten die Weidener schicksalhaft im Stoßen mit 331,5:318,3. Denn ihr Bester, Johannes Popel, verletzte sich im dritten Versuch beim missglückten Ausstoßen von 153 Kilogramm schwer, kugelte sich den Arm aus. In die Wertung gingen 150 Kilogramm und 70 Punkte.

Gräfenrodas Perlt (73 kg/51,5), Heyer (104 kg/46,5), N. Holtmann (117 kg/43) und Breitschuh (60 kg/40,5) steuerten solide Ergebnisse bei. Langkabel und Griebel planten auf Lasten zu steigern, die den Stoßpunkt noch hätten sichern können (162 kg bzw. 170 kg). „Aber sie alle standen zu sehr unter den Eindrücken und die Pause war auch zu lang“, schildert René Holtmann. Keinem Heber, weder Narr (160 kg/ 63,5 Punkte) auf Weidener Seite, noch Langkabel (zuvor 156 kg/ 64,8) oder Griebel (165 kg/72,0) gelang ein weiterer gültiger Versuch. Überschattet vom Unfall gewann Weiden das Stoßen, jedoch die Zweikampfwertung und der Sieg gingen knapp an Gräfenroda.

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