Altenburger überraschen Eisenach

Altenburg.  Die Thüringenliga-Handballer des SV Aufbau Altenburg melden sich mit einem 31:27 (14:8)-Erfolg über den ThSV Eisenach in die Erfolgsspur zurück.

David Kießhauer im Aufbau-Tor muss den Wurf von Qendrim Alaj (Eisenach) passieren lassen.

David Kießhauer im Aufbau-Tor muss den Wurf von Qendrim Alaj (Eisenach) passieren lassen.

Foto: Mario Jahn

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Die Aufbau-Männer haben sich am Sonntagnachmittag mit einer couragierten Gesamtleistung in der Süd-Ost-Sporthalle mit einem überraschenden 31:27 (14:8)-Erfolg gegen die Zweitbundesligareserve des ThSV Eisenach zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sichern können. So gab es am Ende des Spieles am verdienten Aufbau-Erfolg nichts zu deuteln, außer der Tatsache, dass man gegen einen enttäuschenden Gegner hätte durchaus etwas mehr für das Torverhältnis hätte tun können.

So schien es zunächst als hätten beide Teams am Vortag beim Auftritt der deutschen Nationalmannschaft bei der EM gegen Spanien zu intensiven Anschauungsunterricht genommen zu haben, was viele Abspielfehler und vertane Chancen auf beiden Seiten zur Folge hatte. Dennoch ging das Aufbau-Team nach zehn Spielminuten schon mal mit 6:2 in Führung, dies aber vor allem weil Aufbau-Schlussmann David Kießhauer einen ganz starken Tag erwischt zu haben schien.

So kratzte der 31-jährige Altenburger Schlussmann gleich drei Eisenacher Großchancen von der Linie und bildete damit den perfekten Rückhalt für seine Mannschaft. In die gleiche Rolle schlüpfte allerdings auch sein gegenüber Andreas Fehr aufseiten der Westthüringer, der von nun an mit seinen Stellungsspiel die Aufbau-Angreifer schier zur Verzweiflung brachte. So dürften sowohl Kießhauer als auch Fehr wohl noch einige Tage an blauen Flecken laborieren, denn immer wieder prallten haufenweise Bälle von ihren Körpern ab.

Bis zur Pause waren es dann aber doch die Hausherren, die ihre Fehlerquote einigermaßen eindämmten und ihren Vorsprung stetig nach oben schrauben konnten. Der 14:8-Pausenstand völlig verdient, es hätten sogar einige Tore mehr sein müssen. Und die Altenburger ließen auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte keinen Zweifel aufkommen diese Partie unbedingt gewinnen zu wollen. Mit den starken Tommy Bauch und Florian Schörnig hatten sie jetzt das ideale Mittelgespann auf der Platte, welches die offensive Gäste-Abwehr zu beschäftigen wusste.

Immer wieder spielten beide ihre individuellen Stärken aus und gingen in Mann-gegen-Mann-Situationen, die sie entweder mit Torerfolg oder Siebenmetergewinn abschließen konnten. Tommy Bauch war es dann auch, der in der 40. Minute den Treffer zum 22:12 markierte und damit die Begegnung wohl vorzeitig entschied. Ganz ohne Gegenwehr gaben die Gäste die Partie aber noch längst nicht her, und so zog das Tempo auf beiden Seiten noch einmal merklich an.

Zehn Minuten später hatten sie gar die Hälfte des Rückstandes wieder weggemacht, auch weil vor allem die Altenburger „Jugendbrigade“ mit Peter Meuschke, Lennart Bettels und Rico Le Hong reihenweise am Eisenacher Keeper scheiterte.

Aber man hatte ja auch noch einen David Kießhauer, bei dem man sich an diesen Tag zu einhundert Prozent verlassen konnte und dieser weiter die Erwartungen sogar übererfüllte. Vier Paraden von ihm und vier Tore im Gegenzug und schon war der Vorsprung beim 24:15 wieder auf neun Tore angewachsen. Und das „Auf und Ab“ nahm seinen Fortlauf, denn binnen drei Minuten hatte Eisenachs Renato Pauli mit vier Toren in Folge den alten Abstand wieder hergestellt. Dessen Lauf wurde dann durch seine dritte Hinausstellung unterbrochen, und so ging man mit einen 25:20 in die letzten zehn Spielminuten.

Hier schenkten sich beide Teams noch einmal gar nichts und die Gäste riskierten noch einmal alles. Mehr als ein 26:29 war dann für sie aber nicht drin, dafür begingen auch sie zu viele eigene Fehler, und so waren es Nico Bertus und Lennart Bettels, die mit ihren Treffern den verdienten 31:27-Endstand sicher stellten.

Nun stehen für die Altenburger zwei Auswärtsspiele in Werratal und Arnstadt an, gut dafür gerüstet scheint man zu sein.

Aufbau: Kießhauer, Reinhardt – Meuschke, Krause (2), Bertus (6), Bauch (6), Bettels (2), Schäfer (4), Bocek (1), Le Hong, Kirmse (2), Borngräber (2), Schörnig (6).

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