Snelder und Huber bleiben dem THC erhalten

Erfurt. Der Handball-Meister stellt Weichen für die nächste Saison. Nach zwei sieglosen Partien ist er im Heimspiel am Samstag gegen Göppingen in der Pflicht.

Bleiben beim THC am Ball: Die Stammkräfte Danick Snelder (links) und Svenja Huber. Foto: Mario Gentzel

Bleiben beim THC am Ball: Die Stammkräfte Danick Snelder (links) und Svenja Huber. Foto: Mario Gentzel

Foto: zgt

Vor dem Heimspiel am Samstag gegen Göppingen (18 Uhr, Salza-Halle) hat der Thüringer HC die weitere Zusammenarbeit mit zwei Stammspielerinnen besiegelt. Kreisläuferin Danick Snelder hat ihren am Saisonende auslaufenden Vertrag ebenso verlängert wie Rechtsau-ßen Svenja Huber. Damit nimmt der Kader für das neue Spieljahr erste Konturen an. Insgesamt gehen neun Kontrakte zu Ende.

Die Holländerin Snelder wird damit bereits in ihre sechste Saison beim THC gehen. Sie hat sich in dieser Zeit vom vielversprechenden Talent zu einer "tragenden Säule" entwickelt, sagt Trainer Herbert Müller.

"Als eine von vier Spielerinnen, die bisher alle Meistertitel errangen, lebt sie den Kampfgeist vor, ist unglaublich diszipliniert und hat einen großen Willen zur Perfektion", lobt Müller. Es sei logisch gewesen, sie nach dem Karriereende von Maike März neben Kerstin Wohlbold zur Mitkapitänin zu befördern.

Snelder selbst ist auch glücklich: "Ich bin auch froh, weiter hier spielen zu können. Mir liegt die Spielweise unserer Mannschaft und ich freue mich auch weiter auf das harte Training. Gerade vor Olympia 2016 ist das für mich besonders wichtig", erklärt die Nationalspielerin.

Huber indes ist gerade einmal ein Jahr in Thüringen, aber aus dem Team dennoch nicht mehr wegzudenken: "Was in den letzten zwölf Monaten sportlich mit mir passiert ist, hatte ich nicht erwartet. Irgendwie habe ich das THC-Gen immer mehr verinnerlicht", sagt die 29-Jährige.

Den Trainer fasziniert an ihr vor allem die Schnelligkeit und die Fähigkeiten im Konterspiel. "Ich kannte Svenja seit Jahren, aber diese Schnelligkeit war mir nicht bewusst", schwärmt Müller und weiß, dass die deutsche Nationalspielerin gerade bei dengefürchteten Tempogegenstößendes THC eine entscheidende Rolle einnehmen kann.

Müller: Im Training die richtige Reaktion gezeigt

Nach den zwei sieglosen Partien in Leipzig und Buxtehude ist der Serienmeister gegen den Tabellenelften Göppingen unter Zugzwang. "Wir wollen zurück in die Erfolgsspur. Alles andere als ein Sieg wäre natürlich eine Enttäuschung", meint der THC-Trainer und zieht aus den Punktverlusten durchaus etwas Positives: "Der Nimbus der Unbesiegbarkeit ist nun vorbei. Aber ich hatte auch nie vermutet, dass wir ungerupft durch die Saison marschieren werden. Vielleicht war es ganz gut, auch mal verloren zu haben", mutmaßt er.

In den Trainingseinheiten un-ter der Woche habe seine Mannschaft "unfassbar intensiv gear-beitet". Diese Reaktion lässt ihn hoffen, dass die Niederlage eine befreiende Wirkung haben könnte. Zuvor war der THC zwei Jahre lang in 45 Bundesliga-Duellen ungeschlagen geblieben.

Eine beeindruckende Serie, diejetzt Geschichte ist. Müller blickt nur nach vorn: "Wir wollen die Hinrunde als Tabellenführer abschließen, dazu brauchen wir am Samstag zwei Punkte - und die werden wir holen."

Um gleichzeitig das Signal aus der Salza-Halle an die Liga zu senden: "Der THC ist noch da!"

! Samstag 18 Uhr: Thüringer HC - Göppingen (Salza-Hal-le), Live im Internet: www. thueringer-allgemeine.de/live

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